Gabourey Sidibe war die auffälligste Frau der Oscar-Nacht. Nur einem hat sie nicht gefallen: dem Moderator Howard Stern. Er schimpfte über die schwergewichtige Schauspielerin - und hat nun jede Menge Ärger.
Der Körper von Gabourey Sidibe hat, man muss es so sagen, enorme Ausmaße. Die 26-Jährige bringt an die 170 Kilogramm auf die Waage. Damit liegt die Schauspielerin, die für ihre Rolle als traumatisiertes Missbrauchsopfer in Lee Daniels Film Precious für einen Oscar als beste Hauptdarstellerin nomimiert war, voll im Trend.
Bild vergrößern
Dass Newcomerin Gabourey Sidibe bald dick im Geschäft ist - da mag Howard Stern nicht so recht dran glauben. (© Foto: Reuters)
Anzeige
Es hat sich so langsam herumgesprochen, dass Schönheit ein dehnbarer Begriff ist. Dicke Frauen strahlen von sämtlichen Titelblättern, Beth Ditto wurde längst zur Stilikone ausgerufen und sogar auf den Laufstegen sind Models mit Speckröllchen zu sehen.
Inmitten dieser Umbruchzeiten hat es der auf Provokationen spezialisierte US-amerikanische Moderator Howard Stern gewagt, eine der prominentesten Vertreterinnen der neuen kurvigen Weiblichkeit öffentlich zu diffamieren: Laut der Website der Los Angeles Times nannte er Sidibe in seiner Show "die gewaltigste fette schwarze Tussi, die ich je gesehen habe" und behauptete, die New Yorkerin habe bei der Oscar-Verleihung wohl zwei Stühle in Anspruch nehmen müssen.
Dass die Newcomerin, die vor ihrer Entdeckung als Telefonistin in einem Callcenter arbeitete und über Nacht zum Star wurde, bereits als Nachwuchshoffnung gehandelt wird, hält Stern für reichlich übertrieben: "Das ist lächerlich", sagte er in seiner Show. "Alle tun so, als ob sie Teil des Showgeschäfts sei, doch sie wird niemals wieder in einem Film mitspielen. Welcher Film sollte das denn sein?"
Mit seinen Äußerungen hat er einige Leute sehr verärgert - er hatte wohl übersehen, dass sich "Gabby" bereits in die Herzen der Menschen gespielt hat - sie hat schon einige dicke Freunde gewonnen, die ihr nun zur Seite sprangen: Zennie Abraham, ein Blogger beim San Francisco Chronicle, bezeichnete Stern als einen Rassisten. Auch Promi-Blogger Perez Hilton kritisierte die Äußerungen Sterns. Er ergriff das Wort für Sidibe - und gratulierte ihr auf seiner Website demonstrativ zu einem neuen Engagement.
Auch Schauspielerin Whoopi Goldberg erinnerte Stern in einem Interview in der Show The View daran, dass ihrer jungen Kollegin bereits neue Rollen angeboten worden seien. Außerdem gebe es genug männliche Kollegen, die trotz ihres Übergewichts erfolgreich seien - etwa John Belushi, John Candy und Chris Farley. "Ich kann mich nicht daran erinnern, dass irgendjemand gesagt hätte, sie hätten nicht das Zeug zu einer Karriere."
Im einst stabilen und friedlichen Staat Mali errichten Islamisten, Separatisten und Terroristen das Afghanistan Afrikas. Seite 3 Jetzt lesen ...
- Models mit Kurven Schönheit ist dehnbar 05.03.2010
- Stilkritik: Brigitte Es geht auch ohne 01.01.2010
- VIP-Klick: Kate Moss Dünnsein über alles! 19.11.2009
- Kritik an "Precious" Schwarze Stars, weiße Retter 10.03.2010
- VIP-Klick: Claudia Schiffer Eine Schwester für Caspar und Clementine 15.05.2010
- VIP-Klick: Tom Kaulitz Blau in Taiwan 14.05.2010
- VIP-Klick: Sean Penn Kein Pardon für Paparazzi 13.05.2010
(sueddeutsche.de)
Bitte beachten Sie unsere netiquette und unsere AGB
Hallo SZ, passend zu den süffisannten Wortspielen hättet ihr den Artikel in komplett fetten Lettern drucken müssen. Immerhin hat das Bild Breitformat.
Sie haben noch vergessen in den Artikel ein paar Twitterzitate von diversen D-Promis einzubauen.
Mit freundlichen Grüßen
Schelbauer
Interessant auch, dass als Beispiel männlicher übergewichtiger Schauspieler Tote genannt wurden...
Welche Leute hatte er verärgert? Wohl vorwiegend nur die fetten Leute. Sie mag künstlerisch und als Person i.O. sein, aber solche Ausmaße sind schon mehr als eklig!