Rudy Giuliani kämpfte in seiner Zeit als Bürgermeister von New York für seine "Null-Toleranz"-Politik. Nun saß Caroline, die Tochter des Hardliners, selbst auf der Anklagebank.

Was der Papa wohl dazu sagt? Caroline Guiliani, Tochter des New Yorker Saubermannes Rudy Giuliani, hat nicht nur geklaut, sie hat sich auch noch dabei erwischen lassen. Eigentlich hätte es die 21-jährige Harvard-Studentin doch besser wissen müssen: Ihr Vater hatte sich in seiner Zeit als Bürgermeister von 1994 bis 2001 mit seiner Politik der "Zero Tolerance" einen Namen als harter Kämpfer gegen die Kriminalität gemacht.

Bild vergrößern

Prominente Diebin: Caroline Giuliani, Tochter des New Yorker Ex-Bürgermeisters, musste sich vor einem Gericht in Manhattan verantworten.   (© AP)

Anzeige

Das hat das Töchterchen aus gutem Hause aber nicht daran gehindert, Anfang August in einer Parfümerei der edlen Upper East Side in Manhatten Makeup-Produkte im Wert von umgerechnet knapp 80 Euro zu stehlen. Sie war auf frischer Tat ertappt und auf eine Polizeiwache gebracht worden.

Die Folger der Null-Toleranz-Strategie ihres Vaters bekommt Caroline Giuliani aber nicht zu spüren. Die Richter eines Gerichts in Manhattan waren gnädig: Sie haben Giuliani am Dienstag zu gerade mal einem Tag gemeinnütziger Arbeit verdonnert. Wenn sie sich sechs Monate nichts weiter zuschulden kommen lässt, wird das Vergehen aus ihrem Vorstrafenregister gestrichen. Darüber dürfte sich vor allem der Papa freuen.

Leser empfehlen 

(sueddeutsche.de/dpa/AP/bre)