Er gibt sonst immer den ganz bösen Jungen: der Berliner Rapper Bushido. Das war wohl alles nur Show. Nun will er eine ganz weiche Seite an sich entdeckt haben.
Rapper Bushido, bekannt für seine Konflikte mit dem Gesetz und seine offen zur Schau gestellte Aggressivität, hat offenbar eine 180-Grad-Wendung hingelegt. Der 30-Jährige ist anscheinend gar nicht so stark, wie er immer tut. Auch wenn man ihm das gar nicht zugetraut hätte: Der Mann, der wegen gewaltverherrlichender Texte immer wieder in der Kritik steht, hat Gefühle. Das jedenfalls behauptet er in der Illustrierten Bunte.
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Hinter der dunklen Brille versteckt sich ein ganz sensibler Mensch. Das wusste nur bisher niemand. (© Foto: dpa)
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Dort zeigt er sich ausnahmsweise einmal von seiner weichen Seite: Er habe im vergangenen Jahr Depressionen und Migräneanfälle bekommen und deshalb am Ende seine Tournee abbrechen müssen, sagte er der Zeitschrift. Grund sei die Krebserkrankung seiner Mutter gewesen, die ihn aus der Bahn geworfen hätte.
"Ich war am Ende, hatte genug von diesem Leben, aber in meinem Glauben ist ein Selbstmord ein One-Way-Ticket zur Hölle. Keine Chance mehr auf das Paradies, also war das keine Option für mich."
Seine Psyche sei "total im Eimer" gewesen. Erst durch die Rückkehr zur Musik habe er den Weg zurück ins Leben gefunden, dann habe er seine Freundin kennen gelernt. "Seither bin ich psychisch stabil. Meiner Mutter geht es auch wieder gut."
Der harte Rapper kann also auch Schwäche zeigen. Es ist nur die Frage, ob sich mit dem neuen Image genau so viel Geld verdienen lässt wie mit dem alten.
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(sueddeutsche.de/AFP/bre)
Abholzungen im Amazonas-Gebiet
Bushido hat sich doch ganz prima vermarktet. Er hat mit allem was er getan hat einen riesen Erfolg gehabt. Die Leute, die Bushido nicht mögen, müssen sich eingestehen, das er einen nicht unerheblichen Teil unserer Gesellschaft vertritt, den man nicht einfach ignorieren kann. Ausserdem ist Bushido gebürtiger Bonner, das macht ihn noch viel sympathischer.
Grüße aus Bonn
Ganz grossartig, liebe SZ!
Als dieser Herr am 27. Juni in Berlin mit einer Schlägertruppe den CSD-Zug in Kreuzberg verbal und physisch angeriffen hat, war das keine Zeile wert. Auch nicht, dass wegen dieses Vorfalls zwei Strafanzeigen gegen den Typ laufen.
Aber wenn sein Management Werbung braucht, dann wird seine feinfühlige Kinderseele besungen.
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Es hat Gefühle, das Kerlchen. Vielleicht lernt es auch noch neben richtig lesen und schreiben, dass richtige Männer etwas anderes sind als er sich darunter vorstellt.
Danke, liebe SZ,
daß ihr aus mir unbekannten Gründen diesen Kerl mit der weichen Stelle auf den Schultern immer wieder mal als VIP bringt.
Schreibt doch mal, ob er mehr Geld as Abmahnungen als aus Plattenverkäufen verdient.
Also: Weiter so!
Paging