Während die Ärzte streikten und die Versicherten unmutig auf die nächste Beitragserhöhung warten, sind zumindest die Patienten in Warte- und Behandlungszimmern ganz zufrieden: Das ergab eine neue repräsentative Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen.
Das Institut befragte im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung 4300 Bundesbürger zwischen 18 und 79 Jahren. Grund zur Klage hatten die Befragten selten: Neun von zehn hielten die medizinischen Leistung ihres Hausarztes für einwandfrei, allerdings waren auch 15 Prozent innerhalb des letzten Jahres mit einem Arzt so unzufrieden, dass sie sich beschweren wollten was dann aber nur etwa jeder Dritte tat. Häufigste Gründe für Klagen war eine falsche oder nicht den eigenen Erwartungen entsprechende Behandlung. Auch über die unhöfliche Art des einen oder anderen Arztes gab es Beschwerden.
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Die positiven Eindrücke überwogen auch was die Wartezeiten anging. Die Allermeisten hatten keinerlei Schwierigkeiten, einen Termin zu bekommen. Und auch Wartezeiten in der Praxis waren mit größtenteils bis zu dreißig Minuten kein Problem. Allerdings mussten sich fast ein Drittel der Patienten länger als eine halbe Stunde gedulden. Das gab auch KBV-Chef Ulrich Weigeldt zu denken: Wenn knapp 30 Prozent der Patienten länger als eine halbe Stunde in der Praxis warten, wenn 15 Prozent über eine Beschwerde nachdenken und wenn elf Prozent aus Unzufriedenheit in den vergangenen zwölf Monaten den Arzt gewechselt haben, dann sehen wir Handlungsbedarf, sagte er. Wie die entsprechenden Eingriffe aussehen sollen, dazu äußerte er sich nicht.
Trotz einiger negativer Punkte legt diese Umfrage insgesamt den Schluss nahe, dass jenseits von allen Querelen um eine Gesundheitsreform in den meisten Wartezimmern zufriedene Patienten sitzen.
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(Quelle: www.medical-tribune.de)
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