Eltern überschätzen sich und ihre Kinder. Psychologen sagen: Der Mensch an sich findet sich oft besser, als der "gesunde" Verstand erlaubt.
Eltern überschätzen ihre Kinder häufig. Das liege daran, dass die meisten Menschen dazu neigen, alles, was sie selbst betrifft, positiver und optimistischer zu sehen, als es dem gesunden Menschenverstand entspricht, berichtet die in Weinheim (Baden-Württemberg) erscheinenden Zeitschrift Psychologie heute.
Immer eitel Sonnenschein? Das hätten die meisten gern. (© Foto: iStockphotos)
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Sie halten sich beispielsweise für intelligenter und begabter als andere und glauben, dass alles Schlechte immer nur andere Menschen betrifft.
Diese "positive Illusion" über sich selbst übertrage sich auch auf die Kinder. Im Rahmen einer Studie in den USA legten Psychologen 78 Eltern von zwei- bis fünfjährigen Kindern einen Fragebogen mit 20 Eigenschaften vor und baten sie anzukreuzen, welche auf ihr Kind und sie selbst zuträfen.
Außerdem sollten die Eltern ein durchschnittliches Kind im selben Alter beschreiben. Das Ergebnis: Fast alle Eltern hielten ihre Kinder für weit besser als den Durchschnitt, so die Wissenschaftler. Nur vier Teilnehmer schätzten den Nachwuchs laut dem Bericht realistisch ein.
Dass die Eltern ihre Kinder so positiv sehen, hänge mit der eigenen Selbstüberschätzung zusammen: Für Eltern und Kinder habe diese Selbstüberschätzung einen klaren Vorteil, denn die Kinder können anstellen, was sie wollen - sie können sich der elterlichen Liebe immer sicher sein. Andersherum seien die Eltern froh, die besten aller Kinder zu haben, so die Zeitschrift.
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- Medizin aktuell Kummerspeck und Leberläuse 19.11.2007
(dpa/mmk)
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Es ist eine ganz menschliche Seite, sich und natürlich auch die eigenen Kinder zu überschätzen.
Schließlich hat man diese Kinder ja "produziert" - und dann hat man es nicht gern wenn ein "Produktionsfehler" unterlaufen ist.
Dieses zuzugeben verlangt großes Selbstbewußtsein und Mut.
Für niemanden ist es leicht einen Fehler einzugestehen.
Wieso halten irgendwelche Eltern ihre Kinder für die besten? Das sind doch schon meine...
Diejenigen, die ihr Kind nicht für das beste halten, lassen es verhungern und verbuddeln es anschließend in Blumentöpfen.
Sie haben Recht. Nur leeres Blabla platzt wie eine Seifenblase, eher früher als später. Das meinte ich auch nicht. Sondern nur, dass man seine Kinder lehrt, ihr Licht nicht unter den Scheffel zu stellen. Aber es muss schon was dahinter sein, hinter dem Scheffel.
Selbstüberschätzung geht oft Hand in Hand mit Überheblichkeit und Arroganz.
Ich bin mit dezentem Understatement bisher beruflich sehr gut gefahren, während die teilweise sich extrem überschätzenden Geschäftsführer der deutschen Niederlassung meines Arbeitgebers wie schmutzige Unterhemden ausgetauscht wurden. Großspuriges Blabla beeindruckte die obersten Chefs am Anfang durchaus. Aber nach der Ernüchterung hieß es dann ziemlich schnell "Und tschüs". Und das völlig zurecht. Zwar mag ein solches Verhalten erstmal schnellen Erfolg bringen, doch es nutzt sich auch ab: Irgendwann bekommen die Verantwortlichen schon mit, wenn nur heiße Luft dahinter ist.
Aber jeder, wie er meint...
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