Gebt den Kindern mehr zu trinken! Ein Versuch hat gezeigt: An Schulen, die mit Wasserspendern ausgestattet sind, neigen weniger Kinder zu Übergewicht.
Wasserspender in Schulen können den Trend zu Übergewicht bei Kindern bremsen. Das zeigt eine am Donnerstag veröffentlichte Studie des Dortmunder Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE), das zur Universität Bonn gehört.
Im Schnitt tranken die Kinder der Versuchsgruppe am Tag ein Glas Wasser mehr als ihre Altersgenossen. (© Foto: iStockphotos)
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Grundschulkinder werden demnach seltener übergewichtig, wenn in ihrer Schule ein Wasserspender steht und die Lehrer ausdrücklich für regelmäßigen Wasserkonsum werben. An der Studie nahmen knapp 3000 Grundschulkinder aus Essen und Dortmund teil.
Zu Beginn des Schuljahres ließen die Wissenschaftler in einem Teil der Schulen Wasserspender installieren. Die Lehrer klärten ihre Schüler zudem über die Bedeutung von Wasser für den Körper auf.
Als Trinkanreiz erhielten 1600 Kinder eine Wasserflasche. Im Schnitt tranken sie am Ende des Schuljahres täglich ein Glas Wasser mehr als ihre 1300 Altersgenossen aus der Kontrollgruppe. Zudem blieb in der "Wasser-Gruppe" der Anteil übergewichtiger Kinder im Laufe eines Jahres unverändert, während er in der anderen Gruppe um knapp zwei Prozent auf 27,8 Prozent stieg.
Die Experten hatten sich auf Schulen aus sozialen Brennpunkten beschränkt. Einerseits sind Kinder aus niedrigen sozialen Schichten weitaus häufiger übergewichtig.
Außerdem führen Initiativen, die auf eine individuelle Ernährungsumstellung zielen, in dieser Gruppe seltener zum Erfolg. Die Beobachtungen gut ein Jahr nach Beendigung des Projekts stimmen die Forscher zumindest optimistisch.
In den meisten Schulen würden die Wasserspender immer noch ähnlich stark genutzt wie zum Ende der Studie. Allerdings sind die untersuchten Kinder inzwischen auf weiterführende Schulen gewechselt, so dass unklar ist, wie sich ihr Gewicht weiter entwickelt hat.
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(AFP/sueddeutsche.de/mmk)
Abgesehen von der homöopathischen Aussagekraft dieser "Studie", sind Wasserspender durchaus kritisch zusehen: Oftmals sind die Behälter transparent und aus Kunststoff. Sofern dem Wasser kein Konservierungsmittel zugesetzt wurde oder der Zapfhahn eine Deinfektion vornimmt, sind die billigen Wasserspender in erster Linie eines: eine Keimquelle. Ausnahmen hiervon sind Spender, die an der Wasserleitung hängen. Wasser ist am besten immer noch direkt aus der Leitung zu geniessen.
Ich vermisse zumindest eine Bemerkung zu diesen Themen, anstatt die fragwürdige Aussage dieser Studie wie ein Faktum darzustellen. Ausserdem suggeriert die Überschrift eine Gewichtsabnahme ("Kinderleicht abnehmen"), dabei geht es bei der Studie um die *ZU*nahme von Übergewichtigen. Der Lektor ist wohl schon wieder krank. Aber dafür gibt es ja die kostenlosen Kommentatoren.
DW