Dies ist die größte Gruppe von sechs Vater-Typen. Von 1500 Vätern konnten 435 Väter (28,5 Prozent) dem egalitären Vater zugeordnet werden.

Er verhält sich partnerschaftlich, geduldig und ist dem Kind zugewandt. Er wird von seiner Partnerin sehr akzeptiert und fühlt sich in seiner Vater-Rolle sehr sicher, die von emotionaler Kompetenz und reflexiver Auseinandersetzung getragen ist.

Dem egalitären Vater ist es sehr wichtig, dass Erziehungsfragen und -konflikte mit hoher Flexibilität gelöst werden. In der Praxis hat sich gezeigt, dass die Rollenaufteilung in einigen Familien doch noch starke traditionelle Züge hat - sprich die Frau ist tagsüber zu Hause, der Mann verdient das Geld.

Die Paare haben diese traditionellen Arrangements mit beruflichen oder finanziellen Zwängen begründet. Und obwohl der Vater also nicht den ganzen Tag präsent ist, ist er durch sein hohes Engagement in manchen Fällen sogar der stärkere emotionale Bezugspunkt für das Kind.

29. Januar 2006, 16:51 2006-01-29 16:51:00  ©