Von Fabian Seyfried

Bereits mehr als die Hälfte aller niedergelassenen Mediziner ist älter als 50 Jahre.

Ostdeutschland und ländliche Regionen dürften den Nachwuchsmangel als Erstes zu spüren bekommen. Schon jetzt gelten einige Hausarztpraxen im Osten als unverkäuflich.

(© Foto: irisblende)

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Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat nun neue Zahlen für die gesamte Bundesrepublik vorgelegt. Demnach waren über 55 Prozent der niedergelassenen Ärzte im vergangenen Jahr älter als 50 Jahre.

Diese Zahlen sind besorgniserregend, erklärte Andreas Köhler, Vorstandsvorsitzender der KBV.

Siezeigen, dass in einigen Jahren ein großer Teil der Vertragsärzte und -psychotherapeuten ihre Tätigkeit beenden und Praxisnachfolger suchen wird. Doch diese Suche bleibe in vielen Fällen erfolglos, da der Nachwuchs fehle, so Köhler.

Viele junge Mediziner ziehen inzwischen eine Anstellung der eigenen Arztpraxis vor. Hier müsse die Politik neue Anreize schaffen, um die flächendeckende Versorgung der Patienten zu sichern, so die KBV.

Derzeit liegt der Anteil der Hausärzte unter 35 Jahre bundesweit bei 0,6 Prozent und in der Altersgruppe der 35- bis 40-Jährigen bei 6,3 Prozent.

Besonders betroffen von der Überalterung sind neben den Allgemeinmedizinern die ärztlichen Psychotherapeuten, Chirurgen und Nervenärzte. Der Anteil der Über-50-Jährigen liegt in diesen Gruppen jenseits der 60 Prozent.

Nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung gibt es zwar genug Medizinstudenten. Diese übernähmen aber zu selten Hausarztpraxen und zögen oft Ballungsräume den ländlichen Gebieten vor.

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(Quelle: www.medical-tribune.de)