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Trends der Nullerjahre – Tattoos
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- Körpermode mit Entsorgungsproblem. Wer hätte gedacht, dass Kriminelle und Seeleute mal echte Trendsetter werden würden? In den 2000ern war es so weit. Statt Knackis ließen sich Controller, Krankenschwestern, Kindergärtnerinnen & Co. tätowieren. Mit Sternen und Delfinen, Würfeln und Drachen, Sanskrit und chinesischen Schriftzeichen. Tabuzonen am Körper gab es nicht. Mit Abstand am auffälligsten (und geschmacklosesten) war das Steißbeintribal, im Prekariatsjargon gern auch Arschgeweih genannt. Weithin sichtbar, prangte es über Stringtangas und Hüfthosen und wies die Trägerinnen praktischerweise eindeutig als RTLII-Zuschauerinnen aus. Als die Mode gegen Ende des Jahrzehnts so langsam abebbte, mussten sie sehr tapfer sein. Das Weglasern hinterließ nicht selten Narben oder Ekzeme. Und noch schmerzhafter dürfte das nachträgliche Bekenntnis zu einer schweren Modesünde gewesen sein. Leggings oder Hüfthosen wurde man da viel einfacher los. Und man konnte gleichzeitig damit noch Gutes tun - bei Oxfam oder dem Roten Kreuz. Foto: dpa
15. Oktober 2009, 15:47 2009-10-15 15:47:00 © sueddeutsche.de
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