Dass Organempfänger einen bösartigen Tumor mitgeliefert bekommen, ist zum Glück sehr selten. Doch das Risiko könnte in Zukunft erheblich steigen.
Bei etwa 0,02 bis 0,2 Prozent der Transplantationen wird ein Tumor mit übertragen. Das ergab eine Statistik des United Network for Organ Sharing , bei der 21 von über 100.000 Transplantatempfängern Krebs entwickelten, der auf das Spenderorgan zurück ging.
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Ein Drittel dieser Patienten starben, berichtete Christian Morath vom Nierenzentrum Heidelberg auf dem 3. Jahreskongress der Deutschen Stiftung Organtransplantation in Berlin.
Es müsse alles getan werden, um das Risiko einer Tumorübertragung zu minimieren, so der Mediziner - zumal das Risiko vermutlich steigen wird, da inzwischen immer mehr ältere Menschen Organe spenden, die ein natürlich erhöhtes Krebsrisiko haben.
An erster Stelle steht dabei die gesundheitliche Vergangenheit des Spenders: Ist er jemals an Krebs erkrankt? Wenn ja, sollte man auf eine Organspende besser verzichten: Viele Tumoren können selbst dann noch übertragen werden, wenn der Spender viele Jahre tumorfrei war.
Vorsicht sei in diesem Zusammenhang auch bei ehemaligen Rauchern angebracht, erklärte Morath. Außerdem sollten wenn möglich alle toten Organspender untersucht werden - entdecken die Ärzte doch noch einen Tumor, kann das Spenderorgan auch nachträglich noch entnommen werden.
Abschließend empfahl der Experte, die Organempfänger regelmäßig auf Krebs zu untersuchen - im ersten Jahr alle drei Monate, später jährlich.
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Aufgrund der geringen Bereitschaft sollen u.a. genmanipulierte Schweine als "Organspender" für Menschen herhalten. Wenn Tierorgane in Menschen verpflanzt werden, spricht man von "Xenotransplantation". Aber sie werden vom menschlichem Immunsystem nicht nur heftig abgestoßen, es können auch Krankheitserreger übertragen werden. Maßnahmen zur Vorbeugung vor Organversagen, mechanische Kunstorgane, im Labor "gezüchtetes Gewebe aus menschlichen Zellen sowie eine erhöhte Bereitschaft zur Organspende könnten den Mangel an menschlichen Spenderorganen überwinden helfen.
können beide Seiten sein:
a) die, die die sogenannte Nächstenliebe zur Pflicht machen wollen, bzw. zum Standard, wenn dem nicht widersprochen wird (wie zB in österreich)
und die den Todeszeitpunkt nach den Wünschen der Transplantationsmedizin festlegen.
b) die, die der Meinung sind, dass das Leben nicht mit dem Gehirntod endet, weil das Gehirn selbst nicht denkt sondern das Denken nur abbildet. Das Denken und das damit verbundene menschliche Leben kommt erst etwa 3 Tage nach dem klinischen Tod zur Ruhe.
und Journalsmus soll, kann, darf, muß verunsichern.
und manchmal, wenn man diese Verunsicherung verarbeitet hat, ist man in seiner Entwicklung weiter. schlimm?
... darüber schon bestens informiert, dass mit Übertragung des Spenderorgans nicht nur sehr selten ein Tumor, sondern auch trotz aller Tests und Vorsichtsmassnahmen Infektionserkrankungen übertragen werden können.
Sobald jemand auf der Transplantationsliste als Empfänger erscheint, wird eine ausführliche Aufklärung auch die Risiken einer Organspende behandeln.
So ein Artikel interessiert eigentlich nur Betroffene. Solche, die ein Spenderorgan bekommen haben oder hoffentlich bald bekommen. Ich gratuliere Ihnen, dass Sie diese sowieso schon stark verunsicherte kleine Gruppe noch mehr verunsichert haben. Klasse Journalismus, kurzsichtig und geil.
Für die Nierentransplantation gilt schon länger: möglichst eine Lebendspende. Die muss auch nicht von einem Verwandten kommen, da man die Abstossungsreaktionen heute recht gut im Griff hat. Auch Lebenspartner und Freunde können, nach psychologischem Check, eine Niere spenden.
Ausserdem wäre es natürlich wünschenswert, wenn die Spendebereitschaft gerade auch unter jungen Leuten zunehmen würde. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen (Widerspruchsregelung, Sanktionen bei Verstössen gegen das Transplantationsgesetz durch fehlende Transplantationsbereitschaft von Kliniken) werden in D wohl so schnell nicht besser, weil in unserem Land die fundamentalistisch christlichen Kreise eine starke Lobby haben, gerade, wo wir doch jetzt Pabst sind...
Organspendeausweise kann z. B. aus dem Internet laden oder in jeder Apotheke bekommen. Auf den Ausweisen kann man übrigens auch angeben, dass man keine Organentnahme wünscht! Auf jedenfall ersparrt man seinen Hinterbliebenen die Nachfragen der Ärzte in der eh schon schweren Zeit der Trauer.