Von Andrea Wülker

Dass Organempfänger einen bösartigen Tumor mitgeliefert bekommen, ist zum Glück sehr selten. Doch das Risiko könnte in Zukunft erheblich steigen.

Bei etwa 0,02 bis 0,2 Prozent der Transplantationen wird ein Tumor mit übertragen. Das ergab eine Statistik des United Network for Organ Sharing , bei der 21 von über 100.000 Transplantatempfängern Krebs entwickelten, der auf das Spenderorgan zurück ging.

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Ein Drittel dieser Patienten starben, berichtete Christian Morath vom Nierenzentrum Heidelberg auf dem 3. Jahreskongress der Deutschen Stiftung Organtransplantation in Berlin.

Es müsse alles getan werden, um das Risiko einer Tumorübertragung zu minimieren, so der Mediziner - zumal das Risiko vermutlich steigen wird, da inzwischen immer mehr ältere Menschen Organe spenden, die ein natürlich erhöhtes Krebsrisiko haben.

An erster Stelle steht dabei die gesundheitliche Vergangenheit des Spenders: Ist er jemals an Krebs erkrankt? Wenn ja, sollte man auf eine Organspende besser verzichten: Viele Tumoren können selbst dann noch übertragen werden, wenn der Spender viele Jahre tumorfrei war.

Vorsicht sei in diesem Zusammenhang auch bei ehemaligen Rauchern angebracht, erklärte Morath. Außerdem sollten wenn möglich alle toten Organspender untersucht werden - entdecken die Ärzte doch noch einen Tumor, kann das Spenderorgan auch nachträglich noch entnommen werden.

Abschließend empfahl der Experte, die Organempfänger regelmäßig auf Krebs zu untersuchen - im ersten Jahr alle drei Monate, später jährlich.  

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