Tom Cruise und Scientology: Nach einem Enthüllungsbuch und einer Millionenklage taucht nun ein Video auf, in dem Cruise über die Sekte spricht - und besser spielt als in jedem seiner Filme.
Tom Cruise hat schon viele Rollen gespielt in seiner Karriere: Er gab den Maverick in "Top Gun", er war ein engagierter Anwalt in "Eine Frage der Ehre" und er parodierte sich selbst im dritten Teil von "Austin Powers". Er ist ein vielseitiger Schauspieler, dem sogar die Rolle des Claus von Stauffenberg im Film "Valkyrie" zugetraut wird.
20 Sekunden Lachen: Tom Cruise im Video. (© Foto: Screenshot)
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Der aktuellste Film mit Tom Cruise läuft allerdings nicht in den Kinos, sondern im Internet. Es ist eine - ja, welchem Genre soll man das neuneinhalb Minuten lange Filmchen zuordnen? - selbsterstellte Interview-Dokumentation zu Ehren der "Freedom Medal of Valor", die Cruise offenbar gerade gewonnen hat.
Cruise sitzt in einem Zimmer, das sich sowohl in einem Hotel als auch in seiner Villa befinden könnte. Er trägt einen schwarzen Rollkragenpulli und die Frisur aus "Top Gun". Er spricht mit einem Interviewpartner - den man jedoch nicht sieht und auch nie zu hören bekommt und dessen Existenz deshalb angezweifelt werden darf. Im Hintergrund läuft die Instrumentalversion des Soundtracks von "Mission Impossible".
Der erste Satz: "Ich denke, es ist ein Privileg, sich Scientologe nennen zu dürfen, es ist etwas, das man sich verdienen muss." Cruise sieht dabei ernster aus als in der Szene in "Eine Frage der Ehre", als er dem Antagonisten verkündet, er wolle die Wahrheit wissen.
Dann erklärt Cruise, warum Scientology toll ist. Man müsse eine neue Realität erschaffen. Er weiß, dass die Sekte "die Autorität" für alles in der Welt ist. Er weiß allerdings nicht, wie man Sätze beendet. Fast jeder Ausspruch ist eine Ellipse. Ein Beispiel? Etwa in der Mitte des Videos erklärt er gestenreich: "You better know it. And if you don't - you know - go and learn it. You know. But don't pretend you know it and, whatever, we are here to help." Verstanden? Dafür erklärt Cruise, dass man als Scientologe zu den "Sehenden" gehört: "Als Scientologe sieht man die Dinge, wie sie wirklich sind, in ihrer ganzen Komplexität."
Irgendwann im Video gibt es einen unvermittelten Schnitt. Danach sieht man Cruise, wie er dasitzt und lacht. 20 Sekunden lang. Er versucht, etwas zu sagen, muss aber lachen. Dann erklärt er, dass Scientology eines Tages in den Geschichtsbüchern vorkommen könnte. Und lacht. Und er erklärt, wie Scientology funktioniert: "Entweder bist du drin oder draußen. Zuschauer sind etwas, für das wir im Moment keine Zeit haben."
Das Video endet mit Cruise's Satz: "It's just boom!" Dabei lacht er und schlägt eine rechte Faust in die linke Hand. Dann wird die Musik lauter, eine Stimme aus dem Off verkündet, dass Cruise mittlerweile 1,037 Milliarden Menschen weltweit erreicht und seine Mission mit Scientology gerade erst begonnen habe.
Von der Videoplattform YouTube ist das Video mittlerweile verschwunden, es heißt, Scientology habe es entfernt. Der Film taucht jedoch auf anderen Internetseiten auf, die Menschen wundern sich in den Kommentaren über den Auftritt von Cruise. Die englische Zeitung The Guardian stellt die Frage: "Wann wird Scientology das Mittel für Wahnsinn finden?"
Das Video ist der vorläufige Höhepunkt der aktuellen Kontroverse um Tom Cruise. Bestseller-Autor Andrew Morton behauptet in seinem Buch "Tom Cruise - der Star und die Scientology-Verschwörung", dass der "Walküre"-Film nur ein PR-Gag sei, um die Sekte in Deutschland hoffähig zu machen. Dazu sei Tochter Suri nicht von Cruise, sondern mit gefrorenem Sperma des verstorbenen Scientology-Gründers Ron Hubbard gezeugt worden. Cruise soll gegen das Buch mit einer 100-Millionen-Dollar-Klage gedroht haben.
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(sueddeutsche.de/cag)
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Was die katholische Kirche angeht, gebe ich dir völlig recht. Aber das ist keine Rechtfertigung für die Fehler der Scientologen.
Meines Erachtens gehören beide Organisationen verboten. Allerdings aus völlig verschiedenen Gründen. Während die katholische Kirche gegen die Natur und den Fortschritt der Menschlichen Rasse arbeitet und Ihre Macht auf Lügen(Die Bibel ist die grösste Lüge der Menschheit;www.bibelkritik.ch) aufgebaut hat, zerstört die Scientology-Sekte menschliche Existenzen. Die wenigsten Katholiken leben ihren Glauben, sind also Heucher, aber im Endeffekt doch nur ganz normale Menschen, deren gesunder Menschenverstand beim Thema Glauben aussetzt. Wenn du in einem Saal mit Scientologen bist kommst du dir vor,wie im Wartezimmer eines Psychiaters für schwerste Persönlichkeitsstörungen.
Ist dir die Scientology immer noch lieber als die katholische Kirche? ;o)
Was hat Scietology mit Religion oder Glauben zu tun?! ;o)
Habe für mich entschieden....nie mehr ein Cruise-Film im Kino, nie mehr eine DVD usw.
Das ist wenig, aber aus Prinzip. Nicole , sei froh, dass du die Marionette los bist.
möge herrschen - so weit, so schön oder unschön.
Ansonsten gilt für diese "Science" hier dasselbe wie für alles Hässliche: ignorieren. Dann vergehen mutmasslich auch diese "Kirchenleute".
Na schaut´s euch halt nicht an...
Paging