Teure Scheidung Ex-Frau des Aga Khan erhält 60 Millionen Euro Abfindung

Es ist die wohl teuerste Scheidung in der Geschichte Frankreichs: Der Aga Khan muss seiner deutschen Ex-Frau 60 Millionen Euro Abfindung zahlen. Ein französisches Berufungsgericht hat entschieden, dass das Oberhaupt der Ismailiten die alleinige Verantwortung für das Scheitern der Ehe trägt.

Die französische Presse nennt es die teuerste Scheidung in der Geschichte des Landes: Der Aga Khan, das Oberhaupt der Ismailiten, muss seiner deutschen Ex-Frau Gabriele Inaara Begum Aga Khan 60 Millionen Euro zahlen.

Das Magazin Le Point berichtete, ein französisches Berufungsgericht habe am Donnerstag geurteilt, der Milliardär sei allein verantwortlich für das Scheitern der Ehe mit der früheren Gabriele Thyssen.

In einer niedrigeren Instanz hatte ein Gericht beide Seiten verantwortlich gemacht und der Begum - das ist der Titel der Frau des Aga Khan - lediglich zwölf Millionen Euro zugesprochen. Das Berufungsgericht in Amiens folgte jedoch in allen Punkten der Argumentation der Anwälte der Deutschen.

Aga Kahn lernte seine spätere zweite Frau durch Vermittlung des spanischen Königshauses kennen. 1998 konvertierte Gabriele Thyssen und die beiden heirateten, sie trug fortan den Namen Begum Aga Khan. Im März 2000 bekam das Paar sein einziges gemeinsames Kind, einen Jungen.

2003 beantragte der Aga Khan in der Schweiz die Scheidung von der früheren Sängerin. Das Gericht erklärte sich aber für nicht zuständig und das Verfahren wurde in Frankreich durchgeführt. Im Oktober 2004 drang die Nachricht von der Trennung auch an die Öffentlichkeit.

Neben seinen religiösen Pflichten als Führer der schiitischen Glaubensgemeinschaft der Ismailiten erwies sich der Aga Kahn auch als erfolgreicher Geschäftsmann. Die meiste Zeit lebt der Milliardär in Frankreich, wo er auf einem riesigen Gestüt Rennpferde züchtet und mehrere Ämter bekleidet.