Jugendliche lassen sich weder mit Hilfe von Nikotinpflastern, noch durch psychologische Betreuung vom Rauchen abbringen. Am ehesten helfen noch gute Vorbilder.
Jeder vierte deutsche Jugendliche raucht, so die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
Jugendliche lassen sich nur schwer vom Rauchen abbringen. (© Foto: ddp)
Anzeige
Und obwohl sich zahlreiche Programme darum bemühen, die Kinder von der Kippe abzubringen, zeigen die verschiedenen Ansätze nur wenig Erfolg. Das zeigt eine neue Untersuchung aus England.
Unter die Lupe nahmen die Forscher nur solche Programme, die auf bereits rauchende Jugendliche zielen. Andere Versuche, die erste Zigarette bei Teenagern zu verhindern, interessiert sie in dieser Untersuchung nicht.
Insgesamt 15 Studien mit über 3000 teilnehmenden Jugendlichen werteten die Wissenschaftler aus (The Cochrane Database of Systematic Reviews 2006, Issue 4).
Erschreckende Ergebnisse
Das Ergebnis des Vergleichs fiel nüchtern aus: Kein einziger Ansatz, weder mit Nikotinpflastern noch psychologischer Betreuung, konnte die Jugendlichen vom dauerhaften Nichtraucherdasein überzeugen.
Kurzzeitige Erfolge, wenn Teenager eine Woche ohne Zigarette aushielten, sprächen nicht automatisch für ein erfolgreiches Konzept, so die Autoren der Studie. Viele Jugendliche würden von sich aus regelmäßig mit dem Rauchen aussetzen.
Am vielversprechendsten schnitten solche Programme ab, die auch die Umgebung wie Schule und Familie mit einbezogen.
Wir wissen, dass ein Weg, den Jugendlichen beim Aufhören zu helfen, darin besteht, die Eltern beim Aufhören zu unterstützen, erklärte Jonathan Winickoff von der Harvard Medical School.
Im einst stabilen und friedlichen Staat Mali errichten Islamisten, Separatisten und Terroristen das Afghanistan Afrikas. Seite 3 Jetzt lesen ...
(Quelle: www.medical-tribune.de)
Abholzungen im Amazonas-Gebiet