Britische Wissenschaftler wollen herausgefunden haben, dass man unter Alkoholeinfluss andere Menschen attraktiver findet als im nüchternen Zustand. Stimmt das?

Jörg Huber von der Roehampton University London: "Das Experiment haben wir während der Abschlussfeier auf dem Campus gemacht. Da wird gut getrunken und so war es leicht, Probanden zu finden. Eine Gruppe von Testpersonen hatte an diesem Abend nichts getrunken, die anderen hatten mehr als 0,8 Promille, also mindestens zwei Bier.

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Wer nüchtern ist, findet symmetrische Gesichter ansprechend - während Betrunkene das nicht so genau nehmen. (© dpa)

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Allen haben wir Gesichter auf einem Laptop gezeigt, die unterschiedlich symmetrisch waren. Je symmetrischer ein Gesicht war, desto schöner fanden es die Nüchternen. Das hat uns nicht überrascht. Harmonische Gesichtshälften wirken gesund und deuten auf gute Gene hin. Die Angetrunkenen entschieden sich dagegen häufig für ein unsymmetrisches Gesicht. Sie erkennen also weniger gut die Harmonie der Gesichtshälften, woran wir im Normalzustand Attraktivität fest machen.

Bei Frauen ist dieser Effekt übrigens um 20 Prozent stärker als bei Männern. Wir wollen das Experiment schon bald im Labor wiederholen, wo wir noch stärker Betrunkene untersuchen werden."

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(SZ vom 02.09.2010)