Die Milch der Mutter ist gut für den Nachwuchs, klar. Aber entgegen bisherigen Annahmen schützt sie den Nachwuchs nicht davor, später Übergewicht zu entwickeln.
Die Ernährung mit Muttermilch mindert nicht das Risiko des Kindes für krankhaftes Übergewicht im späteren Leben.
Trotz allem gut für das Kind -Muttermilch. (© Foto: irisblende)
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Diese Erkenntnis haben US-Forscher in einer Langzeitstudie an 35.000 Krankenschwestern gewonnen.
Die Ergebnisse, die in der Fachzeitschrift International Journal of Obesity (online first) veröffentlicht wurden, stellen bisherige Empfehlungen sowohl von EU- als auch US-Gesundheitsbehörden in Frage.
So wertvoll es auch sein mag - Stillen ist keine Lösung für die Fettsucht-Epidemie, so die Autorin Karin Michels von der Harvard Medical School.
Im Rahmen der Studie wurden die Mütter der Teilnehmerinnen dazu befragt, wie lange sie ihre Töchter gestillt hatten. Die Töchter mussten dann Angaben zu ihrer körperlichen Entwicklung machen:
Welches Gewicht sie mit fünf, zehn und 18 Jahren hatten und wie sich ihre Körperform verändert hat. Die Informationen ergaben, dass die Dauer des Stillens keinen Einfluss auf den Index der Körpermasse (Body Mass Index, BMI) hat.
Der BMI wird als Hauptindikator für Übergewicht verwendet. Selbst Frauen, die nach der Geburt neun Monate gestillt wurden, litten statistisch gesehen genauso häufig an Übergewicht wie Frauen, die als Babys nur Flaschennahrung erhalten hatten.
Bedeutend an der Studie sei, "dass wir andere Ursachen und Gründe für die grassierende Fettsucht finden müssen", sagte Michels.
Einziger Unterschied war nach Angaben der Forscherin, dass gestillte Säuglinge im Kindesalter etwas schlanker waren als Flaschenkinder. Michels betonte dennoch, wie wichtig Stillen für die Gesundheit des Kindes sei: Es stärke das Immunsystem und senke das Risiko von Diabetes oder Herzkrankheiten.
Durch die Studie werden die bisherigen Empfehlungen der US-Gesundheitsbehörde ebenso in Zweifel gezogen wie die Ratschläge der EU-Aktionsplattform für Ernährung, Sport und Gesundheit.
Fettleibigkeit ist in den entwickelten Staaten und selbst in einigen Schwellenländern zu einem der Hauptgesundheitsprobleme geworden. Experten machen dafür vor allem den Mangel an Bewegung und ein Übermaß an Essen verantwortlich.
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(Quelle: AFP/www.medical-tribune.de)
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