Von wegen Muttergefühle: Eine Studie zeigt, dass sich immer mehr Frauen gegen ein Kind entscheiden. Die fünf wichtigsten Erkenntnisse der Wissenschaftler im Überblick.
Immer mehr Frauen in Deutschland bleiben ohne Kinder. Dies gilt vor allem für westdeutsche Akademikerinnen und für Frauen, die in Großstädten leben. Das ist das Ergebnis einer Studie, die das Statistische Bundesamt am Mittwoch vorstellte. Die Daten beruhen auf dem Mikrozensus 2008, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Europa. Die fünf wichtigsten Erkenntnisse der Statistiker im Überblick:
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Vor allem westdeutsche Akademikerinnen haben keinen Nachwuchs - um die Grafik vollständig zu sehen, Zoom anklicken. (© Grafik: SZ)
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Für die niedrige Geburtenrate ist vor allem der gestiegene Anteil von Frauen verantwortlich, die gar kein Kind haben.
Wie aus der Studie hervorgeht, hat etwa jede fünfte Frau (21 Prozent) im Alter zwischen 40 und 44 Jahren keine Kinder zur Welt gebracht. Bei älteren Jahrgängen ist die Quote deutlich geringer. So sind von den heute 60- bis 64-jährigen Frauen nur 12 Prozent kinderlos geblieben. Auch unter den Jüngeren ist der Anteil der Kinderlosen gestiegen. Die Statistiker weisen aber darauf hin, dass diese Frauen noch Mutter werden können.
Nach Angaben der Behörde ging in den vergangenen Jahrzehnten auch die Zahl der Kinder je Frau zurück. Vor dem Zweiten Weltkrieg hatte rein rechnerisch eine Frau 2,2 Kinder. Danach sank der Wert in Westdeutschland auf zunächst 1,8 und für den Jahrgang 1958 auf 1,6. Für die danach geborenen Frauen sei "mit einer weiteren Abnahme der endgültigen Kinderzahl zu rechnen", sagte der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Roderich Egeler.
Die Kinderlosigkeit ist im Westen höher als im Osten.
Die Statistiker fanden heraus, dass in Ostdeutschland die Kinderlosigkeit weniger verbreitet ist als im Westen. Von den 40- bis 75-jährigen Frauen haben in den alten Ländern 16 Prozent keine Kinder. In den neuen Ländern sind es nur acht Prozent. Dieser Unterschied setzt sich bei den jüngeren Frauen fort.
Westdeutsche Frauen mit hoher Bildung, vor allem Akademikerinnen, sind häufiger kinderlos.
Die Statistiker sehen einen Zusammenhang zwischen Bildungsstand und Kinderlosigkeit, aber nur für Westdeutschland. Hier gilt: Je höher der Bildungsstand, desto häufiger ist eine Frau kinderlos. Bei Frauen ab 40 Jahren hatte etwa jede Vierte (26 Prozent) mit hoher Bildung keine Kinder. Dieser Anteil ist deutlich höher als bei Frauen mit mittlerer Bildung und mehr als doppelt so hoch wie bei denen mit niedriger Bildung.
Besonders verbreitet ist Kinderlosigkeit bei westdeutschen Akademikerinnen: 2008 hatten 28 Prozent bei den 40- bis 75-Jährigen dieser Gruppe keinen Nachwuchs. Bei den Ostdeutschen lag der Anteil bei lediglich elf Prozent. Zu den Akademikerinnen zählt das Statistische Bundesamt Frauen, die ein Studium an einer Universität oder einer Fachhochschule abgeschlossen haben.
Die Kinderlosigkeit ist in Städten höher als auf dem Land.
Frauen in Großstädten sind besonders häufig kinderlos. "Bei den jüngeren Frauen der Jahrgänge 1974 bis 1983 erreicht der Anteil der Kinderlosen in urbanen Gemeinden 62 Prozent. In ländlichen Gebieten sind mit 47 Prozent deutlich weniger Frauen dieses Alters kinderlos", so die Erkenntnisse der Statistiker.
Migrantinnen sind seltener kinderlos und haben öfter viele Kinder.
Im Ausland geborene und nach Deutschland zugewanderte Frauen sind seltener kinderlos als die hier geborenen Frauen. So haben von den 35- bis 44-jährigen Zuwanderinnen 13 Prozent keinen Nachwuchs. Bei den in Deutschland geborenen Frauen trifft dies für jede vierte zu. Frauen mit türkischer Herkunft, die unter den Migranten den größten Anteil stellen, sind unter den zugewanderten Frauen "deutlich seltener kinderlos". Auffällig ist auch die Anzahl der Kinder je Mütter: Jede fünfte Zuwanderin der Jahrgänge 1964 bis 1973 hat drei Kinder, jede zehnte vier oder mehr.
Von den in Deutschland geborenen Frauen der gleichen Altersgruppe haben lediglich zwölf Prozent drei Kinder und drei Prozent vier oder mehr Kinder. Nach der Untersuchung sind damit in dieser Jahrgangsgruppe 42 Prozent der Frauen mit vier oder mehr Kindern Zuwanderinnen.
Im einst stabilen und friedlichen Staat Mali errichten Islamisten, Separatisten und Terroristen das Afghanistan Afrikas. Seite 3 Jetzt lesen ...
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(SZ vom 30.07.2009)
Umweltstiftung WWF in der Kritik
gehen Studie und Verfasser des Artikels von der unbefleckten Empfängnis aus?? oder warum sind die Männer derart abwesend??
...könnte natürlich auch die Lösung des Problems sein - hört man sich im Kollegenkreis um, ist kaum ein Mann bereit, auch nur 2 Monate Elternzeit zu nehmen, schadet schliesslich der Karriere....
Bekommen Akademikerinnen keine Kinder, oder werden Muetter nicht Akademikerinnen?
Beispiel: Als Doktorandin an der Uni Muenchen erhielt ich (wie alle Frauen?) stets nur halbjaehrliche Kettenvertraege. Als ich schwanger wurde, wurde mein Vertrag nicht verlaengert. So einfach ist das!
Und ich denke, dass es in vielen Institutionen und Jobs so laeuft. Die Antwort liegt nicht allein im "Egoismus" der betroffenen Frauen.
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gar ni gewusst. Do muss man do was dun. Do muss mer helfen. Zieh dorr ma den Hosnanzuch auch, lass de hellblaue Bluuse im Schrangk. After worg is before the worg.
Nun, nachdem schließlich wissenschaftlich festgestellt wurde, daß die Mütter für die Vererbung der Intelligenz zuständig sind, gibt es allmählich leichtes Unbehagen der Familiensituation der Akademikerinnen gegenüber.
Das alles ist natürlich nicht ganz ohne Komik. Insbesondere, wenn ich daran denke, daß der SPIEGEL noch vor kurzem von einer Verblödung des Südens der Republik aufgrund des Zölibats sprach (studierte Männer kriegen keine Kinder und so.)
Paging