Von Martin Zips

Es ist erstaunlich, wie geschickt Fotografen Nicolas Sarkozy in Szene setzen: Der kleine Mann wirkt fast immer so groß wie seine Frau Carla. Aber nur fast.

Schon wieder ein neues Gerücht! Nicolas Sarkozy soll sich beim Gruppenfoto mit den (riesigen) Obamas in Straßburg künstlich erhöht haben: Der französische Präsident stellte sich dafür auf die Zehenspitzen - seine Gattin buckelte im Gegenzug ein bisschen.

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Ohne Rücksicht auf kleiner gewachsene Präsidenten: Michelle Obama trug (kleine) Absätze zum Gruppenbild mit den Bruni-Sarkozys. Carla, wie immer, an Nicolas Seite trug Ballerina und machte einen kleinen Buckel (siehe Großbild) (© Foto: ddp)

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Das hat die jüngste Auswertung von fotografischem Material ergeben. Nun, was ist schon dabei? Gibt es nicht Momente, in denen wir uns alle für viel zu klein halten?

Das macht uns ja so sympathisch. Und eine kleine Dehnübung ist doch hundertmal netter als das präpotente, berlusconische Dauertelefonieren am Rheinufer - die italienische Art, etwas zu kompensieren.

Noch schlimmer: Der kleine Napoléon soll einst mehrere Kinder mit zahlreichen Mätressen gezeugt haben. Wahrscheinlich, um sich an den fiesen Hänseleien seiner ungleich größeren Gattin, Kaiserin Joséphine de Beauharnais, zu rächen.

Und Tom Cruise trieb seine Winzigkeit in die Fänge einer bösen, bösen Sekte. Charlie Chaplin jedoch schoss sie in den Komikerolymp, Pierre Brice in den Pferdesattel und Gerhard Schröder ins Kanzleramt. Ein Gruppenfoto auf Zehenspitzen geht da noch voll in Ordnung.

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(SZ vom 07.04.2009/mmk)