Die First Lady beherrscht ihre Rolle als Stilikone in jeder Situation perfekt - und schafft es dabei immer wieder, mit ihren Roben zu überraschen.
Wer am Mittwoch dem Empfang des mexikanischen Präsidenten Felipe Calderón und seiner Frau Margarita Zavala im Weißen Haus beiwohnte, konnte sein blaues Wunder erleben: Michelle Obama erschien an der Hand ihres Gatten und US-Präsidenten Barack Obama wie eine schaumgeborene Meerjungfrau.
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Eine Augenweide: Michelle Obama. (© Foto: Reuters)
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Die blauschillernde Robe mit dem asymmetrischen Träger, deren fließender Stoff sich in sanfte Wellen legte, war - man kann es nicht anders sagen - ein Knaller. Das silberglänzende Unterkleid schimmerte hindurch und verlieh dem Entwurf eine märchenhafte Aura. Auf einen strahlenden Punkt gebracht wurde die Kreation durch einen mit silbernen Steinchen besetzten Gürtel. Kurz gesagt: Der US-Präsident befand sich bei dem offiziellen Anlass im Weißen Haus in bester Begleitung.
Ist sie nicht eine Augenweide? Wenn Michelle Obama an der Seite ihres Gatten in die Öffentlichkeit tritt, kann man sich sicher sein: Alles wird gut, in optischer Hinsicht jedenfalls. Die First Lady wird mittlerweile verehrt für ihre Stilsicherheit - zu Recht, wie dieser Entwurf beweist.
Dass Michelles Outfit so aufsehenerregend war, hatte übrigens noch einen Vorteil der ganz anderen Art: Das Kleid zog die Aufmerksamkeit in einem Maße auf sich, dass der kleine Ausrutscher der Protokollchefin Capricia Penavic Marshall (siehe Video) auf der spiegelglatten Marmortreppe im nächsten Moment bereits vergessen war.
Michelle Obama hat mit ihrer Wahl schon mehrere Designer glücklich - und berühmt - gemacht. Maria Pinto ist seit dem Präsidentschaftswahlkampf im Februar 2008 in aller Munde, als die First Lady auf dem Cover des amerikanischen Magazins Newsweek in einer hellblauen Satinrobe der Designerin zu sehen war.
Als Michelle vor einigen Wochen zum "White House Correspondents' Dinner" in einem knallroten, ärmellosen Kleid des jungen Designers Prabal Gurung erschien, sorgten die Modeblogger dafür, dass ihm die Modehäuser seitdem die Tür einrennen.
Der Erste aber, der von ihrem guten Geschmack profitierte, war der Taiwaner Jason Wu, dessen strahlend weiße Kreation Michelle am Abend der Amtseinführung ihres Mannes trug und die mittlerweile im National Museum of American History in Washington ausgestellt ist.
Dieses blaue Wunder stammt angeblich von Peter Soronen. Die First Lady trug bereits einen Entwurf des Designers bei einem Regierungs-Dinner im Februar. Soronen begann seine Karriere in Chicago und reüssierte 2007 in New York, wo er seine Kollektionen mittlerweile in namhaften Häusern wie Barneys, Nordstrom, Tender und Ikram verkauft.
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(sueddeutsche.de/seng)
Partyzone Flußufer
Stilsicherheit bedeutet nicht, dass der Busen raushängen muss...
Meinem Eindruck nach ist Frau O. nicht einfach nur optisch ein "Hingucker", - sie hat einfach Klasse!
In ihrem Leben hat sie schon alles geschafft, was sich bei uns ein Mädel so vornehmen kann und sie hat bewiesenermaßen Grips;
bei uns wäre sie auf alle Fälle "ministrabel"... - aber bei uns, - was will das schon heißen, - stimmt auch wieder.
Denke, die Obamas sind ein gutes Team.
Bei Merkel und Co. weiß man das nicht so genau.
Wer als Letzter das Licht ausmacht und so.
Nix für ungut; wir sind Deutschland 2010.
Vielleicht wird es ja nicht so schlimm, wie wir jetzt schon annehmen.
Vielleicht kommt ja auch bei uns noch jemand, der was kann.
Kann einem ja auch die Lust vergehen mal ein Kleid mit Ausschnitt anzuziehen, wenn danach noch drei Tage lang in der Bild-Zeitung steht "Überraschung! Unsere Kanzlerin ist eine Frau!"
Das schönste Kleid ist sinnlos, wenn das Gesicht mit Botox verschandelt wird.
Erst lyrische Wellen und dann diese Lautmalerei. Man kann es nicht anders sagen: ein Knaller.
Aber der Hammer zum Knaller wäre gewesen, wenn Barrack im selben Kleid aufgetreten wäre - vielleicht mit dem asymmetrischen Träger auf der anderen Seite.
Paging