Moden kommen und gehen, das ist in der Küche nicht anders als auf dem Laufsteg. Eine kleine Auswahl an Speisetrends der vergangenen 50 Jahre.
Oft wird dabei Altes einfach nur neu aufgewärmt oder anders genannt. Beliebt ist es auch Geschmacksrichtungen neu zu kombinieren. Wem es schmeckt? Das ist dabei oft Nebensache.
Einst Konservierungsmethode, heute Trend: Sushi. (© Foto: iStockphoto.com)
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Sushi
Sushi hat eigentlich nicht das Zeug zum Trend, denn die japanischen Häppchen bestehen aus Zeug, das Europäern verdächtig vorkommt: saurer Reis, Seetang, roher Fisch. Ursprünglich war Sushi eine Konservierungsmethode: Der Fisch wurde gesalzen, in Reis eingewickelt und in ein Erdloch vergraben. Mittlerweile ist Sushi vor allem eine Profilierungsmethode, um Coolness und Wellness zu demonstrieren.
Sushi gelten als ideale leichte Mahlzeit für die Mittagspause gestresster Städter, denn man kann schnell ein paar Maki, Sashimi und Nigiri zwischen die Kiefer schieben und dann ruckizucki weiterarbeiten. Dagegen ist nichts zu sagen, außer vielleicht, dass man etwa 20 Euro ausgeben muss, um dann doch nicht satt zu sein.
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und von wegen typisch italienisch. nur die deutschen schütten balsamico auf alles was bei drei nicht auf den bäumen ist.
gilt übrigens auch für latte macchiato: in italien trinken das nur die babys.
ergo: wir reden hier nicht über italienische gewohnheiten, sondern über das was die deutschen draus gemacht haben. (gilt natürlich auch für sushi et al.)
ist kein Sushi, sondern eine eigenständige Zubereitung.
Außerdem besteht ein Teil der japanischen Esskultur darin, sich
nicht wirklich satt zu essen (satt im Sinne von "full", wie es der Amerikaner gerne plastisch nennt) und wer für € 20.- ein wirklich gutes Sushi bekommt, kann sich glücklich schätzen.
Wir sprechen hier nicht vom Supermarkt-Pseudo-Sushi oder den Fließband-Tellern,
auf denen der Fisch einen zweiten, langsamen Tod stirbt.
Und diese dauernde Gequatsche von sogenannten Trends nervt gewaltig.
Der einzige Trend, der sich bei der SZ breitzumachen scheint ist der vom Allerwelts-Geplapper - sehr schade.