Das Verhältnis zwischen Arzt und Patient ist ein schwieriges. Wie schwierig, zeigt eine Umfrage: Zwei Drittel der Mediziner glauben dem Ratsuchenden nicht.
Zwei Drittel der Mediziner in Deutschland halten ihre Patienten für unehrlich. Dies ergab eine repräsentative Meinungsumfrage für das Magazin Reader's Digest , die am Freitag in Stuttgart veröffentlicht wurde.
Bei den Mediziner überwiegt Skepsis, wenn sie die Patientengeschichte hören. (© Foto: photocase)
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Demnach glauben nur 34 Prozent der Ärzte, dass die Patienten ehrlich auf Themen wie Essgewohnheiten, Alkoholkonsum, Rauchen oder Sport antworten.
66 Prozent der Mediziner gehen hingegen davon aus, dass sie eine falsche Antwort erhalten.
Das auf Medizinforschung spezialisierte Online-Panel DocCheck nahm die Umfrage vor. 62.000 der insgesamt 315.000 bei der Bundesärztekammer registrierten Humanmediziner in Deutschland sind dort registriert.
100 von ihnen wurden vom 5. bis zum 12. November in einer zufälligen, repräsentativen Online-Stichprobe befragt.
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(dpa/mmk)
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Die Ergebnisse der Umfrage überraschen nicht. Patienten mit schweren Erkrankungen gehen aus genau diesem Grund in großer Zahl dazu über, komplementäre Therapien neben den schulmedizinischen anzuwenden - und vor Ihrem Arzt zu verschweigen. Die Ärzte brauchen bei schwierig zu diagnostizierenden und nicht heilbaren Krankheiten (z. B. colitis ulcerosa) bereits Leitlinien zum Umgang ´mit solchen Patienten. Etwa jeder zweite wendet bereits derartige Therapien an oder setzt gleich auf alternative Medizin. Das ist ist eine fatale Entwicklung, wenn Arzt UND Patient sich misstrauen. Weitere Infos zum Thema finden Sie unter www.frohmut.com
Wenn die Ärzte richtig lägen, dann hiesse das doch auch nichts anderes, daß die medizinischen Statistiken zu Gesundheitsrisiken, die auf nicht anonymisierte Patientenbegragungen fussen, keine Relevanz hätten. Oder?
Die Ärzte glauben also den Patienten nicht - und die Patienten spüren das. Sie sind frustriert, weil sie keinen Arzt finden, der ihnen zuhört, echtes Interesse an ihren Beschwerden zeigt und sie nicht mit ein paar Standardpillen wieder nach Hause schickt. Wie soll da ein Vertrauensverhältnis entstehen? Bei vielen Ärzten habe wahrscheinlich nicht nur ich den Eindruck, dass es ihnen nur um die Rechnung geht.
Den guten Arzt muss man, wie den guten Lehrer, leider mit der Lupe suchen.
... was aus meiner Sicht mindestens ebenso gefährlich für Leib & Leben des Patentienten ist, dass die meisten Ärzte (jedenfalls die, die ich kenne) nicht die Bohne zuhören, wenn man ihnen diagnoserelevante Informationen gibt. Ich hätte mir und der Krankenkasse manche Sinnlosmaßnahme ersparen können, wenn der bestreffende Arzt meine Angaben (z.B. wann und wo es im Knie schmerzt und wann nicht, was bereits unternommen wurde und was nicht) ernstgenommen hätte, anstatt in einer lachhaften 5-Minuten-Konsultation einfach nach Schema F vorzugehen - selbst wenn meine Angaben eigentlich klar in eine bestimmte, andere Richtung weisen.
Bei mir ist das eher umgekehrt: N
ach dem ich mit drei verschiedenen Hautärzten dasselbe Problem besprochen hatte und drei unterschiedliche Antworten bekam.
Ich einen Steuerberater auf Seminare für Ärzte begleitet habe.
Bin jetzt eher skeptisch!
Viele Fragen bei Ärzten kann man auch einfach nicht richtig beantworten!
Liegt aber an den Fragen.
Paging