Einer Umfrage zufolge schauen immer mehr Deutsche Pornofilme. Eine Folge: Der eigene Körper wird als mangelhaft empfunden. Schönheitsoperationen boomen.
Das häufige Anschauen von Pornofilmen verändert nach einer Internet-Umfrage das Sexleben der Deutschen. Mit steigendem Pornokonsum habe sich zum Beispiel die Vorstellung von Genitalien verändert, sagt der Sexualwissenschaftler Jakob Pastötter, der die Umfrage in Berlin vorstellte.
Viele junge Mädchen glauben heute, dass sich ihr Freund eine Art Porno-Star im Bett wünsche. (© Foto: iStockphotos)
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Pornografie stärke den Wunsch nach einem perfekten Körper und führe zu mehr Schönheits-Operationen im Genitalbereich, so Pastötter. Zu den Folgen gehöre auch, dass sich mehr Menschen als früher im Bett unter Druck gesetzt fühlten. Für die Studie wurden fast 56.000 Fragebögen ausgewertet.
Nach der Umfrage, die für den Fernsehsender ProSieben durchgeführt wurde, schaut sich ein Drittel der befragten Männer zwischen 14 und 70 Jahren täglich Pornos an, besonders häufig im Internet. Bei den Frauen sind es rund acht Prozent. Von den befragten Jugendlichen hat im Alter von 14 Jahren bereits die Hälfte einen Porno gesehen.
"Pornografie hat damit aufgehört, ein Randphänomen zu sein", sagte Pastötter, der als Präsident der deutschen Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung die Umfrage mit betreut hat. Viele junge Mädchen glaubten heute, dass sich ihr Freund eine Art Porno-Star im Bett wünsche. Medien vermittelten oft eine Vorstellung von Sexualität, die mit der Realität wenig zu tun habe, ergänzte der Sexualwissenschaftler.
"Meist geht es um Freaks, die zum Beispiel in Swinger Clubs gehen", sagte Pastötter. Die Umfrage habe jedoch ergeben, dass höchstens fünf Prozent der Befragten Erfahrungen mit Partnertausch hatten. Der Sender ProSieben strahlt vom 20. September an eine fünfteilige Dokumentation über Sexualität in Deutschland aus, in die Ergebnisse der Umfrage aus dem Frühsommer dieses Jahres eingeflossen sind.
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(dpa/mmk)
es schauen sich 33% der befragten männer zw. 14-70 pornos an, aber gerade mal 8% frauen.
der autor schreibt:
"einer Umfrage zufolge schauen immer mehr Deutsche Pornofilme. Eine Folge: Der eigene Körper wird als mangelhaft empfunden. Schönheitsoperationen boomen."
also erwarte ich als leser, dass die zahl der schönheitsops bei männern zunimmt, die sich ja im vergleich zu gutgebauten männl. pornostars als mangelhaft empfinden müssten.
aber kein wort über irgendwelche minderwertigkeitskomplexe der männer. stattdessen lese ich:
"Viele junge Mädchen glaubten heute, dass sich ihr Freund eine Art Porno-Star im Bett wünsche."
das finde ich erschreckend.
Nicht ärgern, nur wundern.
Es gibt Menschen, für die gilt man als Freak, wenn man
- Sex hat
- im Leben mit mehr als einem Menschen Sex hat
- vor der Ehe Sex hat
- in der Ehe Sex hat
- nach der Ehe Sex hat
-...
Fragen Sie mal den Glaubengemeinschaftsvertreters Ihres Vertrauens ;-)
Ich weiss nicht, was Pastötter für eine Vorstellung von Swinger- und Fetischclubs hat, aber interessant, was der "Präsident der deutschen Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung" (kein Kommentar zu dieser Bezeichnung...) so von einem hält, danke auch...
Ich habe zwar auch schon Sachen dort gesehen, wo ich nur noch den Kopf schütteln konnte, aber generell von "Freaks" zu sprechen zeigt nur, dass er keine Ahnung hat.
Die entscheidende Frage ist doch, wurden bei der Umfrage auch Daten erhoben, die auch hinterher eine eindeutige Zuordnung von Antworten zu einer bestimmten Person ermöglichen. Wenn das nicht möglicht ist, kann doch auch in einen Kindergarten gehen, mit den Kids nett plaudern, z. B. über Lieblingsspielzeug und dann als Ergebnis verkünden, dass 90 % der Kinder Playmobil kennen und lieben. Wo ist da ein datenschutzrechtliches Problem?
"Von den befragten Jugendlichen hat im Alter von 14 Jahren bereits die Hälfte einen Porno gesehen"
Dies Aussage halte ich zwar für durchaus realistisch- aber wie ist die Datensammlung zustande gekommen- das wirft schwere juristische Probleme auf!
Wo ist der Datenschutzbeauftragte des Bundes?
Paging