In der Nähe der schottischen Hauptstadt Edinburgh wird ein Malt Whisky gebrannt, der keineswegs so lieblich ist, wie seine Herkunft aus den Lowlands vermuten ließe.
Bevor wir in der nächsten Folge wieder einsteigen in die Schilderung der Produktionsverfahren von Malt Whisky, wollen wir zur Auflockerung zwischendurch einen vorstellen. Unsere Serie zum Wasser des Lebens soll ja keinesfalls zu trocken ausfallen
Bild vergrößern
In dieser Brennblase (Glenkinchie verfügt über zwei, die beide ziemlich groß sind) erfolgt ein Teil der Destillation. (© Foto: Diageo)
Anzeige
Um nicht gleich zu wuchtig zu beginnen, wollen wir mit einem Glenkinchie in seiner zwölfjährigen Grundversion beginnen. Glenkinchie ist eine 1837 gegründete Whisky-Destillerie, die nicht weit von der schottischen Hauptstadt Edinburgh entfernt ist.
Sie liegt somit in den schottischen Lowlands, einer für dortige Verhältnisse vergleichsweise lieblichen Gegend südlich einer imaginären Linie zwischen Glasgow und der Hauptstadt. Die relative Dezenz dieses Landstrichs (im Vergleich zu den rauen, zerklüfteten Highlands oder den bisweilen sehr wilden Inseln) spiegelt sich oft in den nur noch wenigen Whiskies, die von dort kommen, wider.
Sagt man. Denn: Überraschung! Der auch "The Edinburgh Malt" genannte Glenkinchie ist keineswegs ein Leichtgewicht. Mochte das noch ein wenig auf die zehnjährige Vorgänger-Variante zugetroffen haben mit ihrem grasig-blumigen Bukett, dem fruchtigen Aroma und dem leicht adstringierenden, herb-pelzigen Mundgefühl, so ist der aktuelle Zwölfer eine schon in der Nase ausgesprochen füllige Angelegenheit. Man riecht - nachdem man dem Malt ein paar Minuten im Glas gegönnt hat - eine dichte Mixtur aus Gerstenmalz, Hefe, Honig, Zimt / Nelken und braunem Zucker.
Sie sind jetzt auf Seite 1 von 2 nächste Seite
Im einst stabilen und friedlichen Staat Mali errichten Islamisten, Separatisten und Terroristen das Afghanistan Afrikas. Seite 3 Jetzt lesen ...
- Thema
- Single Malt Whisky RSS
- Serie: Whisky, Wasser des Lebens (1) Gott erhalt's, das Malz 25.01.2010
- Serie: Whisky, Wasser des Lebens (2) Zischen, Blubbern, Rumpeln 01.02.2010
- Stilkritik: Whisky Ein Gesöff für Helden 18.11.2009
- Whisky-Tasting Zum Genuss ins Verlies geschickt 08.04.2004
- Serie: Whisky, Wasser des Lebens (4) Hohe Prozente in Holz 29.04.2010
- Whisky Flüssiges Sonnenlicht 04.01.2010
Partyzone Flußufer
Der Glenkinchie ist ein typischer Lowland. Sicherlich wäre ein Rosebank ein noch besseres Beispiel, aber letztlich hat nador Recht.
Die Beschreibung des 12-jährigen Glenkinchie ist doch genau das, was man von einem Lowland-Malt erwartet: Voll, weich, fruchtig-süß mit Gewürznoten. Warum dann diese Widersprüchliche Ankündigung?