Die "Mang-Nase" ist aus der High Society nicht mehr wegzudenken. Ein Gespräch mit ihrem Schöpfer Werner Mang über Schönheitsfehler, die perfekte Nase und warum er nie den Facharzt gemacht hat.
sueddeutsche.de: Prada-Täschchen, Rolex-Uhr, Mang-Nase - stört es Sie, dass sich Ihre Arbeit zum modischen Accessoire entwickelt hat?
Werner Mang hat mit der Ärztekammer eine Sonderregelung vereinbart, damit er praktizieren kann. (© Foto: ddp)
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Werner Mang: Nein, schließlich sind das Markenzeichen. Sie werden nicht nur mit Luxus verbunden, sondern auch mit jahrzehntelanger Qualität. Ich fühle mich geehrt, wenn ich in so einer Reihe mit Prada und Rolex genannt werde.
sueddeutsche.de: Woran orientiert sich die "Mang-Nase"?
Mang: Ich habe dafür eine wissenschaftliche Arbeit herangezogen. Die Frage lautete: Was ist eigentlich eine schöne Nase? Man hat festgestellt, dass die gotische Form dem Idealbild einer schönen Frauennase entspricht, so wie bei Claudia Schiffer. Sie hat die perfekte natürliche Nase. Bei den Männern ist es die spätgriechische, also die eher dominante Nase. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das für die Frau einen Winkel von 110 Grad zwischen Nasenspitze und Oberlippe, beim Mann einen Winkel von 105 Grad.
sueddeutsche.de: Bauen in Ihren Kliniken alle Ärzte die Nasen getreu Ihren Vorgaben?
Mang: Natürlich wird nach meinen Handbüchern der Schönheitschirurgie operiert. Aber es geht nicht nur um die Nasen, wir machen alle Operationen. Von insgesamt 20.000 Eingriffen sind vielleicht 800 Nasenoperationen. Das heißt, die Nase ist nur ein Hobby von mir.
sueddeutsche.de: Ein teures Hobby - zumindest für Ihre Patienten. Rund 10.000 Euro kostet eine original "Mang-Nase". Davon könnte ein Student anderthalb Jahre seines Studiums finanzieren, oder ein Friseur für ein halbes Jahr seine Arbeit ruhen lassen. Das steht doch in keiner Relation zu einer veränderten Nase.
Mang: Es muss ja keiner machen lassen. Wer es wirklich braucht, weil er einen Unfall hatte, der bekommt es meist von der Krankenkasse bezahlt. Aber bei uns sind mindestens siebzig Prozent der Patienten Selbstzahler. Und wer es billiger will, kann sich ja von einem meiner Schüler operieren lassen. Wer von mir persönlich behandelt werden will, muss eben mehr bezahlen.
sueddeutsche.de: Sie besitzen eine Oldtimer-Sammlung, die mehrere hunderttausend Euro wert ist, drei Schiffe und eine schuldenfreie 25-Millionen-Euro-Klinik in Lindau. Materiell dürften langsam alle Bedürfnisse gestillt sein. Was sind noch unerreichte Ziele für Sie?
Mang: Ja, materiell gesehen habe ich alle Träume erfüllt. Mein Ziel ist es, dass sich die Mang-Medical-One-Klinikgruppe in Europa ausdehnt und es bald in jedem Land in Europa eine Mang-Schule gibt.
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Spielt sich das Leben für die SZ-Redaktion vor allem in den Schaufenstern der Reichen und Berühmten ab?
Hier passt doch für die überwiegende Mehrheit von den Lesern besser:"Leben der Anderen".
1. Sich "eine goldene Nase verdienen" bekommt jetzt für gewisse Leute einen Sinn.
2. Ist die Mang-Nase DIN-genormt? Bin gespannt, wann alle mit einem Einheitszinken herumrennen müssen.
"Sollte ich mal einen Oberarzt haben, der genauso gut ist wie ich, lasse ich mich operieren. Aber so weit ist es noch nicht. "
Wie muss der Leser diese Aussage denn deuten?...:-D
Diese ganzen Scheintoten Charity Häßlichkeiten scheinen sich bei Herrn Professors Gefolgschaft beschnitten zu haben.
Es gäbe einen Weg, sämtliche Wirtschaftsprobleme zu lösen: Man müßte die Selbstgefälligkeit steuerpflichtig machen.
Man liest ja ab und an was über die Beratungen vor solchen Operationen, ich bin immer wieder erstaunt, was da als Beratung durchgeht.
Menschen, die offensichtlich eine Psychotherapie brauchen, "der Höcker auf meiner Nase ist 2 mm größer als ich verkrafte", werden von Ärzten regelrecht zu einer Op ermutigt.
Für mich sind solche Menschen gestört, ebefalls wundert es mich, dass unter solchen Umständen die OP dann nicht als Körperverletzung gilt.
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