Schmachtwort von Emma Heming-Willis Zucker für den Affen

Die Öffentlichkeit, die Frauen, das Publikum, die Wähler, sie alle wünschen sich einen Helden. Einen, der anpackt, sich den Weg freikämpft und sich dabei ordentlich schmutzig macht. Nur zu Hause haben will ihn niemand. Ist ja auch peinlich, so ein brutaler Fiesling, der mit schlammverkrusteten Stiefeln über den Flokati walzt - womöglich öffnet er beim Abendessen die Bierflasche mit den Zähnen und lässt einen Kugelhagel auf das Filet Mignon niederregnen, wenn es ihm nicht blutig genug ist! Wie soll man so was nur den Nachbarn erklären? Was denken die Freundinnen? Und wie steht man dann vor den Kollegen da?

Also gibt der Hollywoodheld Bruce Willis dem Affen Zucker: Auf der Leinwand spielt er den Draufgänger, daheim den weichgespülten Superpapa, der seiner Frau das Bad bereitet und ihr anschließend die Nägel lackiert. Wo liegt das Problem, schließlich ist der Junge ja Schauspieler. Darf's sonst noch was sein? Ja, sind wir denn an der Wursttheke?

Zum Dank für so viel hingebungsvolle Empathie darf sich der 57-Jährige auch noch in aller Öffentlichkeit von seiner Gattin verspotten lassen: "Ich bin der Boss! Aber ich lasse ihn glauben, er sei der Chef", plauderte diese aus. Man kann nur hoffen, dass der Gute am Ende noch weiß, was er tut. Wäre nicht überraschend, wenn Willis beim nächsten Dreh versehentlich eine Pumpgun wickelt, vor seinen Verfolgern niederkniet und ihnen die Fußnägel lackiert.

Man will sich gar nicht ausmalen, was er anstellt, wenn er nach so einem Drehtag nach Hause kommt: Da taucht dann plötzlich dieser bewaffnete Glatzkopf auf - schweißgebadet verdreckt und aus mehreren Wunden blutend - und schießt unter infernalischem Gebrüll das Magazin seiner Maschinenpistole leer. Mal ehrlich: Im Nachhinein wundert einen jetzt gar nichts mehr.