Fisch ohne Reis, Brot ohne Butter, keine Schokolade oder gleich ganz auf Null? Diäten machen keinen Sinn, sagt Ärztin Marianne Koch.
Diäten gibt es unzählige. Niederlagen im Kampf gegen die Pfunde allerdings auch. Nützliche Tipps, wie man die Kilos tatsächlich loswerden kann, kennt Marianne Koch. Die Internistin und Autorin ist am Mittwoch zu Gast in München. In ihrem Vortrag "Dick durch Diät" informiert sie Frauen über das Thema Abnehmen.
(© Foto: iStockphotos)
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SZ: Wie viele Diäten haben Sie selbst bereits ausprobiert?
Koch: Noch keine. Ich habe Glück, dass ich von Natur aus nicht schnell zunehme. Und mit meiner Ernährung halte ich mein Gewicht. Aber es gibt auch Menschen, die es jedes Jahr mit einer neuen Diät versuchen und trotzdem nicht abnehmen können.
SZ: Was machen diese Leute falsch?
Koch: Die meisten denken, dass es genügt, kurzfristig wenig Kalorien zu sich zu nehmen, um Pfunde zu verlieren.
SZ: Was sollte man stattdessen tun?
Koch: Es ist wichtig, seine Ernährung langsam und nicht zu drastisch umzustellen. Dazu gehören viele natürliche Vitamine in Form von Obst und Gemüse sowie der Verzicht auf Industrienahrung. Man sollte kleine Portionen essen und sich dafür Zeit nehmen. Es ist eigentlich eine einfache Rechnung: Wer viel zu sich nimmt, der muss auch mehr verbrauchen. All diese Tipps kennen wir bereits, doch wir verdrängen dieses Wissen gerne, wenn wir in Versuchung geführt werden.
SZ: Aber ab und an darf man auch mal sündigen?
Koch: Das ist sogar sehr wichtig. Schokolade ist erlaubt, aber nur in kleinen Mengen. Auch ein Stück Torte ist kein Problem. Es macht keinen Sinn, sich erst fürchterlich zusammenzureißen, um danach ins alte Essverhalten zurückzufallen.
SZ: Von welcher Diät würden Sie besonders abraten?
Koch: Nulldiäten sind sehr gefährlich. Außerdem sollte man keine Diäten machen, die einseitig sind. Die Ernährung muss ausgewogen sein und darf beispielsweise nicht nur aus Fleisch bestehen. Auch Appetitzügler funktionieren nur vorübergehend.
SZ: Gibt es überhaupt eine ideale Diät?
Koch: Nein, denn eine Diät ist nicht gut. Es gibt nur eine gute und normale Ernährung, die reich an hochwertigen Produkten und ausgewogen ist.
Der Vortrag "Dick durch Diät" findet am Mittwoch, 4. Februar, im Vortragssaal der Stadtbibliothek im Gasteig statt. Beginn ist um 18 Uhr. Karten sind unter Telefon 54 81 81 81 erhältlich. Die Veranstaltung ist ausschließlich für Frauen.
Zweimal ist er in Deutschland dem Tod entkommen: in Bergen-Belsen und in München. Der Geher Schaul Ladany gehörte 1972 zu Israels Olympiateam. Das ist jetzt 40 Jahre her, doch die Erinnerung folgt ihm auf Schritt und Tritt. Seite Drei. Jetzt lesen ...
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(SZ vom 04.02.2009/mmk)
Eurovision Song Contest
Ganz ehrlich, ich finde es gut, dass immer öfter Stimmen laut werden, die mit dem Mythos Diäten aufräumen.
Denn leider ist es immer noch so, dass Menschen denken, Diäten würden schlank machen. Doch diese machen dick.
Und, liebe(r) moat68muc - mit Disziplin hat eine Ernährungsumstellung meist absolut nichts zu tun.
Sie propagieren hier (bewußt oder unbewußt) wieder die These, dass Dicke nur dick sind, weil sie undiszipliniert sind - das ist völliger Blödsinn, kann ich Ihnen versichern.
Es gibt sehr viele sehr disziplinierte Menschen, die trotzdem dick sind. Mancher Dicke ist, auch in Punkto Essen, weit disziplinierter als viele der Dünnen. Und trotzdem klappt es nicht mit dem Abnehmen und dünn sein.
Wichtig ist es, zu einer natürlichen Art und Weise der Ernährung zurück zu kehren - ohne Kalorien zu zählen oder sich bewußt einzuschränken. Das tun die Menschen, die natürlich (!) schlank sind, auch nicht.
Und genau da möchte jeder Mensch hin, der Übergewicht hat: schlank sein und essen können, ohne sich permanent Gedanken darüber machen zu müssen, was er isst und ob er das nun wirklich "darf".
Was für ein Allgemeinplatz.
Was "ausgewogen" im Detail bedeutetet, dürfte für jeden Menschen etwas anders ausfallen. Und auch abhängig sein von Lebenssituation, Alter oder Geschlecht.
Was dieser Mensch dann aber selbst als "ausgewogen" empfindet, ist nochmals eine andere Geschichte, ob durch Erziehungseinflüsse, Moral oder Werbung. Noch schlimmer mögen sich die gerade verbreiteten medizinischen Theorien auswirken.
Nicht neu in der Diskussion, aber m.E. ein sinnvoller Punkt ist der erwähnte "Verzicht auf Industrienahrung". Für mich bedeutet das z.B.: Möglichst keine Aromen, Geschmacksverstärker, Süßstoffe, aber auch wenig weißes Mehl oder Zucker usw.. Und lieber Speck mit Ei statt Cornflakes.
Hat es denn wirklich (nach gefühlten 2.000.000 Artikeln zu diesem Thema) irgendjemand noch nicht mitbekommen, dass man durch ausgewogene, gesunde und maßvolle Ernährung sowie Bewegung schlank bzw. normal werden/bleiben kann?
Dass einem diese Tatsache alle 2-3 Wochen als unglaubliche, bahnbrechende neue Erkenntnis präsentiert wird fasziniert mich immer wieder.
Was soll der Blödsinn? Obwohl mehr Männer (66%) als Frauen Übergewicht haben, werden die Männer hier bewusst ausgeschlossen.
So haben wir uns "Gleichberechtigung" nicht vorgestellt. Kein Wunder, wenn das Pendel auch auf die andere Seite ausschlägt und Frauen von Veranstaltungen ausgeschlossen werden als Reaktion hierauf. Aber dann ist das Geschrei groß ...
nur eine umstellung der ernährung auf dauer zeigt wirkungen. ansonsten wird es immer zum jojo-effekt kommen.
die einzige bevölkerungsgruppe wo sich diäten wirklich lohnen: politiker, die erhöhen sich die sogar.........*ironie off*
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