Männer zwischen 40 und 70 sind besonders gefährdet: Wenn ihnen nachts zu lang die Luft ausgeht, kann sich ihre Sterberate sogar verdoppeln.
Atemstörungen während des Schlafs belasten die Gesundheit besonders bei Männern stärker als bislang vermutet. Eine US-Studie zeigt, dass eine schwer ausgeprägte Schlafapnoe bei beiden Geschlechtern mit einer deutlich erhöhten Sterberate verbunden ist.
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Lautes Schnarchen kann ein Hinweis auf Schlafapnoe sein. (© Foto: ddp)
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Bei betroffenen Männern im Alter von 40 bis 70 Jahren ist die Mortalität demnach sogar verdoppelt. Die nächtlichen Atemaussetzer entstehen im Schlaf durch einen Verschluss der oberen Atemwege, meistens weil die Zunge im Rachenraum zurücksinkt.
An dieser obstruktiven Schlafapnoe, auf die starkes Schnarchen hinweisen kann, leidet etwa jeder vierte Mann und jede zehnte Frau - allerdings in sehr unterschiedlicher Ausprägung. Die Schlafstörungen steigern nicht nur die Tagesschläfrigkeit, sondern vermutlich auch das Risiko für Bluthochdruck, Herzinsuffizienz oder Schlaganfall.
Wie eine Schlafapnoe die Mortalität beeinflusst, prüften Forscher der Johns Hopkins Universität in Baltimore in einer Langzeitstudie an 6000 Männern und Frauen. Im Zeitraum von acht Jahren lag bei Menschen mit schwerer Apnoe die Sterberate um 50 Prozent höher als bei den Teilnehmern ohne diese Erkrankung. Bei Männern zwischen 40 und 70 Jahren war sie sogar verdoppelt.
Sie litten - im Gegensatz zu den betroffenen Frauen - auffällig häufig an einer koronaren Herzerkrankung. Leichte Formen der Schlafapnoe waren allerdings nicht mit einer erhöhten Mortalität verbunden, wie die Forscher im Online-Journal PLoS Medicine schreiben.
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(sueddeutsche.de/AP/bilu/bre)
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Der vorherige Genuss von Alkohol spielt beim Schnarchen und der Obstruktiven auch eine Rolle.
Es gibt zwei Formen der Schlafapnoe: die obstruktive und die zentrale. Bei der obstruktiven kommt es zum mechanischen Verschluß der Atemwege, z.B. durch die zurückrutschende, erschlaffte Zunge. Bei der zentralen Schlafapnoe ist das Atemzentrum des Zentralnervensystems betroffen: Es reagiert nicht ausreichend auf Atemreize (CO2-Gehalt im Blut).
Darüber hinaus sind gibt es auch Mischformen zwischen beiden.
Ganz wesentlich ist, daß man bei Schlafapnoe auch an eine Unterfunktion der Schilddrüse denkt - diese kann ganz wesentlich zu der nicht ausreichenden Aktivität des Atemzentrums sowie zu einer übermässigen Erschlaffung der Atemwege (einschl. Zunge) führen.
Besonders dann, wenn der Facharzt Theophyllin zur Anregung des Atemreflexes verschreibt, ein mildes Alkaloid (aus der gleichen Familie wie Koffein und Teein), besteht oft in Wahrheit ein Schilddrüsenhormonmangel.