Der Konsum harter Drogen ist in Deutschland zurückgegangen. Allerdings warnt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung vor einer Verharmlosung der Alltagsdrogen Alkohol und Nikotin.

Dem Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung zufolge starben 2006 insgesamt 1296 Menschen infolge ihres Konsums illegaler Drogen - 30 Personen weniger als 2005. Die Zahl markiert zugleich den niedrigsten Stand seit 1989, als 991 Menschen durch sogenannte harte Drogen ums Leben kamen.

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Deutschland verzeichnet immer weniger Erstkonsumenten harter Drogen (© Foto: AP)

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Auch die Zahl der Erstkonsumenten illegaler Drogen geht zurück.

Allerdings warnte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD), vor einer "Verharmlosung von Alltagsdrogen". Dem Bericht zufolge gelten rund 1,6 Millionen Deutsche als Alkoholabhängig, weitere 1,7 Millionen tränken so, dass ihre Gesundheit gefährdet ist. Insgesamt schätzt Bätzing, würden mehr als zehn Millionen Deutsche Alkohol in riskantem Ausmaß trinken.

Im Alter zwischen zwölf und 25 trinkt dem Bericht zufolge bereits jeder Fünfte regelmäßig Alkohol. Bätzing mahnte deshalb die Gesellschaft, Jugendlichen einen maßvollen Umgang mit Alkohol vorzuleben.

Einem Verbot von sogenannten "Flatrate-Partys" hingegen steht die Drogenbeauftragte skeptisch gegenüber. Die Einhaltung bestehender Gesetze reiche hier aus. Bei Flatrate-Partys kann für einen Pauschalpreis unbegrenzt Alkohol getrunken werden. Die Partys waren kürzlich in die Kritik geraten, nachdem in Berlin ein Jugendlicher an einer Alkoholvergiftung gestorben war.

Das Rauchen erfreut sich der Bundesregierung zufolge weiterhin großer Beliebtheit. Ein gutes Drittel der Über-18-jährigen greift regemäßig zur Zigarette, 74 Prozent davon täglich. Zwischen 1,4 und 1,9 Millionen Menschen in Deutschland gelten laut des Berichts als medikamentenabhängig.

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(AP/dpa)