Frauen bevorzugen in ihrer fruchtbaren Zyklusphase offenbar den schnellen Erfolg gegenüber einem langfristigen Vorteil.
Sind Stimmungsschwankungen und veränderte Risikofreudigkeit während der Regel von der Natur gewollt? Amerikanische Wissenschaftler des National Institute of Mental Health glauben, dafür einen Hinweis gefunden zu haben.
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In der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (Early Edition, 31.01.2007) berichten sie, dass die Hormone Östrogen und Progesteron die Belohnungserwartung verändern.
Bei hohem Östrogen- und niedrigem Progesteron-Spiegel bevorzugen Frauen kleine, unmittelbare Vorteile gegenüber großen, längerfristigen.
Die Forscher beobachteten die Gehirnaktivität von 15 Versuchteilnehmerinnen mittels Magnetresonanztomografie, während diese Glücksspiele spielten. Jede der im Durchschnitt 29 Jahre alten Teilnehmerinnen durchlief dazu an sechs Tagen 16 Testreihen.
Dabei zeigte sich, dass bei Frauen in der fruchtbaren frühen Phase der Menstruation, der sogenannten Follikel-Phase, das Belohnungszentrum deutlich stärker aktiviert wurde, als bei Frauen gegen Ende des Zyklus.
Die Auswirkungen auf Belohnungs- und Lustzentren seien vielfältig, schreiben die Autoren der Studie. In Tierversuchen hatte sich zum Beispiel gezeigt, dass weibliche Ratten in den fruchtbaren Tagen zum Beispiel deutlich stärker auf Drogen wie Kokain an ansprechen.
Jean-Claude Dreher, Leiter der Studie, hofft, durch ein besseres Verständnis der hormonellen Auswirkungen, drogenabhängigen Frauen und Patientinnen mit extremen Stimmungsschwankungen künftig besser helfen zu können.
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(Quelle: www.medical-tribune.de)
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