Kneipiers und Wirte mögen sich über das Rauchverbot - aus finanzieller Sicht - beschweren. Gesundheitlich geht es ihnen bereits besser.

Die Einführung eines konsequenten Rauchverbots in der Gastronomie hat in vielen europäischen Ländern nicht nur die Luftqualität, sondern auch den Gesundheitszustand der Beschäftigten verbessert.

Passivrauch stellt die drittwichtigste vermeidbare Todesursache (© Foto: ddp)

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"Die Lungenfunktionswerte der Gastronomiearbeiter haben sich seit Einführung der Rauchfreiheit verbessert, auch Schleimhautreizungen und Husten sind seither rückläufig", sagt Dennis Nowak von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin.

In Schottland habe die Zahl der Krankenhausbehandlungen wegen einer Herzkranzgefäßverkalkung seit dem Rauchverbot um 17 Prozent abgenommen.

Passivrauch stellt nach Angaben des Münchner Arbeitsmediziners die drittwichtigste vermeidbare Todesursache dar und ist verantwortlich für Herz-, Gefäß- und Atemwegserkrankungen, Lungen und Brustkrebs sowie bei Kindern auch für Mittelohrentzündungen und plötzlichen Kindstod.

In Deutschland verursache Passivrauchen zusätzlich etwa 2.100 bis 2.500 Herzkreislauferkrankungen und 280 Lungenkrebsfälle pro Jahr. Vor diesem Hintergrund fordert die Fachgesellschaft, ein Rauchverbot an allen Arbeitsstätten ohne jede Ausnahme durchzusetzen.

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(AP/sueddeutsche.de/mmk)