Die Tabakindustrie hat die Bundesregierung fest im Griff, sagen Fachleute und kritisieren die Raucher-Politik.
Die Bundesregierung bemüht sich verstärkt, den Tabakkonsum der Deutschen zu senken, doch die Pläne der großen Koalition gehen den Fachleuten nicht weit genug. In Kürze soll das "Aktionsprogramm Tabakprävention" vom Kabinett verabschiedet werden, das jedoch alle von der Regierung konsultierten Gesundheitsexperten heftig kritisieren.
Von wegen weniger Zigaretten - Fachleute ärgern sich über das Fortbestehen von Zigarettenautomaten und Plakatwerbung (© Foto: dpa)
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In Schreiben an das Gesundheitsministerium und die Drogenbeauftragte, die der Süddeutschen Zeitung vorliegen, warnen die Fachleute: "Das unzulängliche Engagement der Bundesregierung bedeutet ein Andauern von Krankheit und vorzeitigem Tod."
Die Fachleute, die unter anderem die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen, die Bundesärztekammer und die Deutsche Krebsgesellschaft vertreten, fordern einen bundesweiten Schutz vor dem Passivrauchen in der Öffentlichkeit und am Arbeitsplatz. Sie vermissen zudem ein umfassendes Tabakwerbeverbot und eine verbindlich festgelegte Erhöhung der Tabaksteuer.
Fest im Griff
Das Programm sei bei seinem Gang durch die Ressorts erheblich geschwächt worden, monieren die Experten. So seien alle Bestrebungen entfallen, die Tabak-Verkaufsstellen zu beschränken. Stattdessen setze die Bundesregierung auf einen "Ausbau der bekanntermaßen unwirksamen Selbstverpflichtungen der Tabakindustrie". Insidern zufolge haben vor allem das Wirtschaftsministerium und das Bundeskanzleramt massiv Einfluss genommen.
"Es ist deprimierend, wie fest die Tabakindustrie die Bundesregierung immer noch im Griff hat", sagt Friedrich Wiebel vom Ärztlichen Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit; "unsere Kritik ist ignoriert worden; die Tabakwirtschaft ist mit vielen ihrer Wünsche durchgedrungen."
Zwar sei Tabakwerbung in den Medien nunmehr verboten. "Umso aggressiver werben die Konzerne jetzt aber mit Plakaten und im Kino", sagt Martina Pötschke-Langer vom Deutschen Krebsforschungszentrum. "Besonders schmerzhaft sind Kampagnen in Jugendcafés." So etwas sei in Europa sonst nur noch in Griechenland erlaubt.
Auch über das Fortbestehen der Zigarettenautomaten ärgert sich Pötschke-Langer. "Diese Automaten sind ein massiver Werbeträger", sagte sie, "die Tag-und-Nacht-Verfügbarkeit signalisiert, wie wichtig dieses Produkt sein muss und dass es gar nicht so gefährlich sein kann." Zudem könne jeder 18-Jährige so viele Zigaretten an Minderjährige weitergeben, wie er wolle.
Erfahrungen aus dem Ausland zeigten dagegen, dass Initiativen zur Senkung des Tabakkonsums machbar und effektiv seien, so Pötscke-Langer. So sei die Zahl jugendlicher Raucher in den USA erheblich zurückgegangen, seit das Verkaufsverbot an Minderjährige dort regelmäßig durch Testkäufer kontrolliert werde.
Zweimal ist er in Deutschland dem Tod entkommen: in Bergen-Belsen und in München. Der Geher Schaul Ladany gehörte 1972 zu Israels Olympiateam. Das ist jetzt 40 Jahre her, doch die Erinnerung folgt ihm auf Schritt und Tritt. Seite Drei. Jetzt lesen ...
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(SZ vom 20.04.2009/mmk)
Christopher Lee zum 90.
und was tut sie dagegen?
Politiker schmieren, anders kann man das Verhalten der politisch Ver4andwortlichen nicht deuten.
Ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben. Hoffentlich bekommen Sie keine Schwierigkeiten mit den Nichtrauchern. Mit Ihrem Beitrag kann ich ganz loc´ker mitgehen.
Wer denkt und Verantwortung für sich und andere ernst nimmt, ruft nicht zuerst nach Verboten sondern sucht nach Lösungen und verhält sich entsprechend. Wem das Denken zu anstrengend ist, greift zu billigen Verallgemeinerungen, die diese schönen Scheinlösungen anbieten, die am Ende an jeder Realität scheitern.
Rauchen ist sicher ein ernst zunehmendes Risiko. Der Egoismus, der in dieser zum Teil ausufernden Debatte immer wieder die Führung übernimmt, kann jede einvernehmliche Lösung verhindern, die gegenseitigen Respekt und Achtung voraussetzt.
Diese zum Teil theatralisch geführte Kampagne kann nur vorübergehend von anderen mindestens ebenso existentiellen Gefahren für das Wohl der Menschen in diesem Land ablenken.
Beim Lesen der Beiträge wird auch noch klar: Rauchen kann man sich abgewöhnen, eingeschränkte Horizonte sind da wesentlich resistenter. Rauchen ist schädlich - keiner wird es ernsthaft bestreiten. Dieser Nichtraucherkreuzzug nimmt verheerende Ausmasse an, die niemandem gerecht werden.
Wer Rücksicht predigt, sollte sich vorher erkundigen, was dieses Wort bedeutet.
Diese flache Diskussion geht ja schon lange und sie wird immer flacher. Da gibt es den kleinen Diktator - Dusty Crossing -, der sicher wenn es so weitergeht eine Säuberungsaktion noch fordern wird. Alle Raucher in ein Lager. Schön ist, dass wir eine Schulpflicht haben, wo u.a. Lesen und Schreiben gelehrt wird. Im Falle mancher Komentare, bedaure ich das allerdings. Wenn ich diese Komentare lese, erhöht sich mein Zigarettenverbrauch. Noch hat sich keiner gemeldet, der eine reine Nichtrauchergaststätte eröffnet hat. Eine neue Studie hat aber jetzt ergeben, dass Rauchen gesund ist.
Denn eine Zigarette nach dem Essen, zur Tasse Kaffee oder bei einem Glas Wein oder Bier erhöht das Wohlbefinden (nachweisbar, sollten Nichtraucher mal probieren) und das damit erzeugte Wohlbefinden stärkt wiederum unsere Abwehrkräfte. Nachzulesen in Wikipedia, dort wo manche Nichtraucher ihr einziges Wissen herhaben.
Übrigens gibt der Hersteller eine Stange Zigaretten inklusive Gewinn für 4,50 ab. Im Geschäft kostet sie 50 . Die kleine Differenz kassiert der Staat ohne einen Finger krumm zu machen. Wenn das beim Verkauf von Autos auch so gehandhabt würde, könten sich sicher nur noch Nichtraucher ein Auto leisten.
Keiner dieser klugen Nichtraucher regt sich über 200 unnütze gesetzliche Krankenkassen auf, kein Wort zu Straßenkindern und Obdachlosen etc. Wahrscheinlich reicht es zu wichtigeren Themen auch nicht.
Paging