Was machen die Menschen eigentlich am Welt-Nichtraucher-Tag? Eigentlich müssten sie sich eine Zigarette anzünden. Unser Autor tut das - und beendet seine Kolumne.
Am Samstag ist Welt-Nichtraucher-Tag - der Feiertag für alle militanten Nichtraucher, die seit der Gesetzesänderung eine Lizenz zum Nörgeln und Motzen und Beschweren haben. Worüber sich jedoch noch kaum jemand Gedanken gemacht hat, ist die Planung für diesen Tag. Denn gewöhnlich stehen Feiertage unter einem Motto oder es gibt etwas zu tun.
Eine willenlose Wurst (© Foto: iStockphotos)
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Am Muttertag bringt man der Mama Blumen nach Hause und verwöhnt sie einen Tag lang. Am Vatertag ziehen Männer mit dem Bollerwagen und einer Kiste Bier los und gehen auf Wanderschaft. Am Tag der Arbeit stellt man einen Maibaum auf und bewacht ihn die ganze Nacht lang. Sogar am Anti-Diät-Tag stehen Aufgaben an: Man darf sich einen Tag lang den Magen mit Köstlichkeiten vollschlagen, bis er aussieht wie ein zu stark aufgeblasener Luftballon.
Aber was tut der Mensch am Welt-Nichtraucher-Tag? Setzen sich Nichtraucher an einen Tisch und reden darüber, wie toll es ist, heute keine zu rauchen - obwohl sie das ja an den anderen Tagen auch nicht tun? Werden Nikotin-Pads und Kaugummis in die Mitte gelegt und ihnen gehuldigt? Werden Fotos von notorischen Rauchern verbrannt?
Oder geht man an diesem Tag noch einen Schritt weiter? Es könnte ja sein, dass es an diesem Tag erlaubt ist, jedem Raucher die Kippe mit einem schwungvollen Haken aus dem Mund zu schlagen. Man könnte Raucher auch für einen Tag lang für vogelfrei erklären und sie mit Paintbällen malträtieren. Oder es werden im Supermarkt, beim Metzger und in Restaurants nur Nichtraucher bedient - Raucher müssen einfach leiden.
Apropos Raucher: Dazu muss ich mich - Leserbriefe belegen das - nach den zahlreichen Zigaretten der vergangenen Wochen wieder zählen. Ja, ich bin eine willenlose Wurst. Ich habe es zwar länger ausgehalten als meine Kollegen Ralf und Lars, die ich hiermit noch einmal ächten möchte. Aber genauso wenig wie man "ein bisschen schwanger" sein kann, ist man "ein bisschen Raucher". Entweder man raucht oder man raucht nicht.
Und da ich in den vergangenen Wochen zu viele Zigaretten geraucht habe, muss ich mir eingestehen, dass ich wieder ein Raucher bin. Und ich weiß auch, dass es während der Fußball-Europameisterschaft nicht unbedingt besser wird. Ein spannendes Spiel und ein kühles Bier sind eine verführerischen Kombination des Nikotin-Teufels.
Ich werde jetzt nach Österreich fahren, um die EM zu verfolgen. Danach werde ich einen neuen Versuch starten, für immer mit dem Rauchen aufzuhören. Das nächste Mal schaffe ich es. Bestimmt.
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Partyzone Flußufer
och man kann auch als gesündester mensch auf der welt tot gefahren werden oder sonst was
is doch eh wurst
wie heißt der spruch?!
sterben muss man sowieso schneller gehts mit malboro ^^
Wie fast immer kochen die Emotionen hier hoch. Aber bei einigen Texten fällt schon auf, dass jede Zigarette Blausäure enthält, welche die Fähigkeit der roten Blutkörperchen zum Transport von Sauerstoff zu allen Organen längerfristig blockiert.
Wieso soll jemand, der nicht "säuft", kein Übergewicht hat, sich nicht stundenlang in die Sonne/ins Solarium legt und nicht Ski fährt ein unerfülltes Leben haben bzw. "sich mal was gönnen"? Die Aussage alleine wirft schon ein sehr bezeichnendes Licht auf die Verfasser, wenn sie außerhalb dieser Liste kaum noch Lebenswertes finden.
Interessant ist immer auch der Hinweis auf die schlimmen Folgen des Übergewichts, zumal ich kaum Schwergewichte kenne, die nicht auch gerne und reichlich rauchen ("Man gönnt sich ja sonst nichts." *haha*) und meist Sport und Bewegung meiden, wo es geht. Keine Angst, ich diskutier' nicht, welches Laster für welche gesundheitlichen Folgen in größerem Umfang verantwortlich ist. Tatsache ist, dass es wohl kaum ein Suchtverhalten gibt, mit dem man gleich etliche Organe des Körpers gründlich schädigen kann, wobei glücklicherweise nicht alles lebensgefährlich ist.
Unsere Verhaltensweisen beeinflussen nur Wahrscheinlichkeiten, aber keiner kann sagen, diese oder jene führt (nicht) zu einem ganz bestimmten Ergebnis. So gibt es Glückliche, wie einen Onkel von mir, der bis in seine 80-er stark gequarzt hat. Er hat vermutlich sogar den Krebstod seiner geplagten Lebensgefährtin verursacht (nein, kein Asbest oder Lösungsmittel wirkte mit). Als ihm aber der Doc den Verlust seiner Beine avisiert hat, hat er es doch geschafft, von heute auf morgen aufzugeben. Wenn der richtige Anreiz da ist ... *^^*
Apropo Anreiz: Wer es sich ernsthaft abgewöhnen will, muss nur die HNO größerer Krankenhäuser besuchen und sich die armen Teufel vor oder nach der Kehlkopf-OP in den überbelegten Zimmern anschauen. Man glaubt übrigens nicht, wie viele Kehlkopflose es gibt, obwohl nur etwa 30% die ersten fünf Jahre nach der OP überleben, aber da sich die meisten Betroffenen mangels Stimme völlig aus dem Gesellschaftsleben zurückziehen, nimmt man sie auch nicht wahr. Ich habe einen sehr mutigen Freund, ehemaliger Gaulloise-Raucher, der dies nicht gemacht hat, von dem ich aber erst gelernt habe, was er jetzt wirklich alles aufgeben musste. Das geht weit über das Augenfällige hinaus.
Ach ja, "Welt-Nichtraucher-Tag": Kannst in der Pfeife rauchen, - wie viele solcher Konstrukte auch.
Er ärgert sich weil sein einziges Thema, wovon er glaubt etwas zu verstehen, zu Ende geht. Was macht er dann? Ich habe große Teile seines Mülls gelesen. Unbelehrbar und ständig wiederholend.
Aas kann nicht lesen, konnte es noch nie und wird es nie können. Nahm also gar nicht am Forum teil. Also was soll das.
Hoffentlich kommen der BGH zu einem analogen Urteil, damit dieses schwachsinnige Gesetz vom Tisch kommt und wir alle unsere Zeit wieder mit nützlichen Themen verbringen.
Paging