Wer raucht, greift öfter zum Alkohol - davon gingen Experten schon länger aus. Allerdings sind Kettenraucher nicht auch die schlimmsten Trinker
Die klassische verqualmte Eckkneipe wird es Dank Rauchverbot bald vielleicht nicht mehr geben. An der Tatsache, dass Raucher mehr Alkohol trinken als Nichtraucher, ändert das vermutlich nichts.
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Wie viel ein Raucher trinkt, hängt anscheinend nicht von der Zahl der Zigaretten ab, die er raucht. Das stellte nun ein interdisziplinäres Wissenschaftlerteam der Yale University fest. Sie berichten in der aktuellen Ausgabe der FachzeitschriftArchives of Internal Medicine (2007, 167: 716-721), dass gerade die unregelmäßigen Raucher am häufigsten unter Alkoholproblemen leiden.
Dies ist die erste Studie, die belegt, dass Personen, die nicht jeden Tag rauchen, am häufigsten übermäßige Trinkgewohnheiten haben, sagte Sherry McKee, Leiterin der Untersuchung. Die Forscher werteten Fragebögen von über 40.000 US-Bürgern aus. Gelegenheitsraucher waren mehr als fünfmal so häufig alkoholabhängig wie Nichtraucher. Personen, die sich mindestens eine Zigarette täglich gönnten, hatten ein um das Dreifache erhöhtes Risiko.
Als Kriterium für starke Alkoholprobleme nahmen die Wissenschaftler den täglichen Konsum bei Männern von mehr als vier und bei Frauen mehr als drei Flaschen Bier, bzw. vergleichbaren Mengen anderer Getränke, an.
McKee und ihre Kollegen hoffen, dass die neuen Erkenntnisse helfen, die gesundheitlichen Gefahren von Rauchern besser einzuschätzen. Die Tatsache, wie viel jemand raucht, könne als Warnsignal dienen, dem Ärzte oder Therapeuten dann nachgehen könnten, hofft McKee. Den Zigarettenkonsum gäben die meisten Menschen eher zu, als ihre Trinkgewohnheiten.
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(Quelle: www.medical-tribune.de)
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