Nightlife-Guide fürs Wochenende Schritt 2: Immer schön flüssig bleiben

Egal, wie laut die Musik ist und wie dicht das Gedränge vor der Bar: Höflichkeit ist auch beim Feiern eine Zier. Insbesondere beim Umgang mit den Menschen hinter dem Tresen, den Barkeepern. Die sollen einen immerhin den Abend über mit alkoholischem Nachschub versorgen. "Man merkt sich auf jeden Fall, wer den Abend über höflich zu einem war", sagt eine Mitarbeiterin des Münchner Clubs Harry Klein, "Ich merke mir, wer Bitte und Danke sagt und wer in ganzen Sätzen antwortet. Man mag es nicht glauben, aber das ist eine Seltenheit."

Auch ein Kollege aus dem Café Kosmos berichtet Ähnliches: "Was ich nicht ausstehen kann, sind Gäste, die ständig über die Bar winken oder welche, die stumm ihre Flasche hochhalten mit den Fingern anzeigen, wie viele sie davon gerne hätten." Egal, wie chaotisch es vor dem Tresen aussieht - beide sagen, dass sie sehr wohl einen Überblick darüber hätten, wer wann an die Bar kommt und nehmen die Bestellungen schlichtweg der Reihe nach entgegen. "Das Beste ist, einfach nett zu bleiben, zu lächeln und drauf zu hoffen, dass man fair behandelt wird", empfiehlt die Barkeeperin aus dem Harry Klein.

Auch ein wenig Trinkgeld könne nie schaden - viel wichtiger seien jedoch die guten Manieren. Absolutes Tabu: mit einer gönnerhaften Geste von 29,90 Euro auf 30 Euro aufrunden. Sowohl im Café Kosmos als auch im Harry Klein wird das Trinkgeld auf die gesamte Mannschaft, also auch an diejenigen, die die Bar mit neuen Flaschen und Gläsern versorgen, aufgeteilt. Der einzelne Barkeeper hat also nur bedingt etwas davon. Doch wie auch bei guten Geburtstagsgeschenken geht es beim Trinkgeld um etwas ganz Anderes: "Wichtig ist die Geste dahinter", sagt die Harry-Klein-Mitarbeiterin.