Nach einer Reihe spektakulärer Fälle von Kindesmisshandlungen und Vernachlässigung in Deutschland zieht die bayerische Landesregierung Konsequenzen.
Nach etlichen spektakulären Fällen von Kindesmisshandlung und Vernachlässigung war die Diskussion entbrannt, ob Eltern verpflichtet werden sollten, den Nachwuchs regelmäßig von einem Arzt untersuchen zu lassen.
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Vorsorgeuntersuchungen von Kindern werden in Bayern Pflicht. (© Foto: AP)
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In Bayern wird diese ärztliche Vorsorgeuntersuchungen nun tatsächlich gesetzliche Pflicht. Um Kinder besser vor Misshandlung und Vernachlässigung zu schützen, muss ab nächstem Jahr jedes Kind regelmäßig von einem Kinderarzt gesehen werden. Das hat das bayerische Kabinett beschlossen.
In Kindertagesstätten, bei der Einschulung und beim Landeserziehungsgeld müssen Eltern die Vorsorgeuntersuchung nachweisen. Verweigern sie die Untersuchung, wird das Jugendamt alarmiert.
Derzeit ließen zehn Prozent der Eltern ihre Kinder nicht an der Früherkennung teilnehmen, sagte Familienministerin Christa Stewens.
Der Vorrang der Eltern bei der Erziehung bleibe unangetastet, aber der Staat dürfe vernachlässigte Kinder nicht im Stich lassen.
Für Ärzte und Hebammen führt der Freistaat bei gewichtigen Anhaltspunkten für Misshandlung, Vernachlässigung oder sexuellen Missbrauch eine gesetzliche Meldepflicht beim Jugendamt ein. Stewens bedauerte, dass die Bundesregierung untätig geblieben sei.
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(AP)
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Die zu Begrüßen ist !
Die aber sicher keine 100% Sicherheit bringen wird darum ist es und bleibt es meines Erachtens not wendig das jeder von uns Bürgern hinsieht und nicht wegschaut .
Wir können nicht alle Sicherheit auf den Staat abstellen .
Es wäre auch von den Medien einzufordern, sich immer wieder für diese und andere sozialen Brennpunkte einzusetzen .
Um die Aufmerksamkeit und Bewusstmachung nicht einschlafen zu lassen und wo es möglich ist einen anderen Umgang in und mit der Gesellschaft zu erreichen .
Ein guter Anfang.
Ich befürchte nur, dass Eltern(teile), die ihre Kinder so stark misshandeln, dass eine Gefahr für deren Leben oder dauerhafte Gesundheit besteht, ihre Kinder eher selten in Fremdbetreuung (Kitas, etc.) geben.
Wie man an den dramatischen Fällen auch immer wieder sieht: manche Kinder kamen nichtmal außer Haus.
Das ist ein guter und Anfang. Dennoch denke ich, dass die Reaktion oft sehr lange dauern wird: zunächst einmal muss die Tagesstätte/Schule/Landeserziehungsgeldstelle feststellen, dass kein Nachweis eingegangen ist, dann lässt sie sich vielleicht auch noch länger hinhalten von Eltern, die das blaue vom Himmel versprechen und doch nicht die geringste Absicht haben, sich die Mühe des Arztbesuchs zu machen. Sobald das Jugendamt mal informiert ist und reagiert, dauert es wohl nochmal eine gewisse Zeit. Es hätte mich nicht schockiert, wenn bei einer Überfälligkeit von z.B. einem oder zwei Monaten das Kindergeld automatisch weg ist, solange bis die Untersuchung gemacht wird. Es ist traurig, aber ich glaube, mache Leute reagieren erst, wenn's wirklich ans Geld geht, auf Druck von Schule/Jugendamt etc. reagieren sie wenig, denn da kann man sich ja rausreden.
Ich hoffe wirklich, dass diese Massnahme Früchte zeigt und vor allem die Personen, die an den zuständigen Stellen sitzen (Tagesstätte/Schule/Landeserziehungsgeldstelle) ihre Verantwortung erstnehmen und wirklich melden, sobald was nicht stimmt.
Verantwortungsvolle Eltern gehen mit Ihrem Kind sowieso zu den Vorsorgeuntersuchungen und -impfungen. Und wer dazu nicht genug Verantwortungsgefühl hat, an dessen Eigenverantwortung zu appellieren erscheint mir nutzlos. Da geht dann Kindeswohl vor das "Recht" der Eltern auf Bequemlichkeit bzw. Vertuschung der Vernachlässigung oder gar Misshandlung.
Man sollte diese Sache mal von einer anderen Seite betrachten - die Kinder bekommen eine regelmäßige ärztliche Betreuung! Im Endeffekt hilft es doch Kindern! Da bin ich als Elternteil gerne bereit das Opfer (obwohl es ja keins ist - ich hänge ja an der Gesundheit meiner Kinder) einmal im Jahr zum Arzt zu gehen! Schadet es denn? Nein!
Wenn ich nichts zu verbergen habe, gehe ich doch ohne Bedenken zu der Untersuchung. Aufgregen tun sich nur die, die etwas zu verheimlichen haben oder einfach zu faul sind sich richtig um Ihre Kinder zu kümmern!
UND ich stimme NimiF zu! Gewalt gibt es überall, nicht nur in den sozial schwächeren Schichten, nur da fällt es eher auf, weil die Schuldzuweisungen einfacher sind, somit eher diese Fälle gezeigt werden, als in angeblich sozial besser gestellten Schichten
Paging