US-Forscher haben eine neue Methode entwickelt, mit Hilfe von Laserlicht und Ultraschall Melanom-Zellen im Blut aufzuspüren.
Es ist die berühmte Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Wie erkennt man unter den Millionen normalen Zellen im Blut die wenigen, die für die Verbreitung von Hautkrebs verantwortlich sind?
Schwarzer Hautkrebs (Melanom) (© Foto: AP)
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Forschern der University of Missouri-Columbia ist dieses Kunststück gelungen, indem sie eine Eigenart der Tumorzellen ausnutzten: Ihre schwarze Farbe.
Die typische Färbung des Schwarzen Hautkrebs, auch Melanom genannt, rührt von dem Hautfarbstoff Melanin her. Im Blut gesunder Menschen kommen keine Zellen vor, die Melanin enthalten.
Werden jedoch Blutproben von Hautkrebs-Patienten mit Laserlicht durchleuchtet, fallen ins Blut vorgedrungene Krebszellen auf.
Sie erhitzen sich im Laserstrahl wie ein schwarzes Auto im Sonnenlicht. Treten sie dann aus dem Licht wieder heraus, kühlen sie blitzschnell ab, was ein Geräusch im Ultraschallbereich verursacht.
Mit speziellen Mikrofonen zeichneten die amerikanischen Wissenschaftler diesen Knalleffekt auf und ließen einen Computer anschließend die Lautstärke bestimmen.
Bereits zehn Melanomzellen konnten in einer Blutprobe nachgewiesen werden. Damit sei die neue Technik, photoakustische Detektion genannt, deutlich empfindlicher als alle bisherigen Nachweisverfahren, so die Forscher.
Es dauert nur 30 Minuten, um mögliche Krebszellen im Blut nachzuweisen, erklärt John Viator, Autor der Studie, die in der Fachzeitschrift Optics Letters erschien.
Mit der neuen Methode kann Hautkrebs leider erst in einem späten, aber äußerst kritischen Stadium feststellen.
Denn sind Melanomzellen erst einmal ins Blut vorgedrungen, können sie an anderen Orten im Körper gefährliche Metastasen bilden.
Eine frühzeitige Diagnose dieses Zeitpunkts ermöglicht es den Ärzten jedoch, effizienter gegen neue Geschwüre vorzugehen.
Des weiteren ließe sich auch der Erfolg einer Chemotherapie durch das photoakustische Verfahren schneller bestimmen, sind die Forscher überzeugt.
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(Quelle: www.medical-tribune.de)
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