Designer entwerfen für die Jungen, Schönen, Dünnen dieser Welt und versuchen dann verzweifelt, zu werden wie sie - mit wechselhaftem Ergebnis.

Ein guter Grund, den Film "Der Teufel trägt Prada" ein zweites oder auch drittes Mal anzuschauen, ist die Szene, in der Anne Hathaway und Stanley Tucci in einem todschicken Hotelzimmer vorm Champagnerkübel stehen, hinterm Fenster glimmt Paris, es ist der Vorabend der Schauen. Tucci spielt den gerade beförderten Textchef des Modemagazins Runways (alias die amerikanische Vogue), Hathaway die zunächst etwas trampelige Sekretärin der Chefredakteurin Miranda Priestly (alias Vogue-Chefin Anna Wintour). Tucci hebt das Champagnerglas: "Auf deinen 36er Arsch!" Hathaway lächelt kess, wippt ein bisschen in ihrem Chanel-Kostüm - sie ist mittlerweile komplett eingenordet -, reckt triumphierend das Kinn und sagt: "34er!"

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Szene aus "Der Teufel trägt Prada": Anne Hathaway und Meryl Streep. (© Foto: Fox)

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Ein 34er Arsch ist eine sehr, sehr kleine Angelegenheit, ganz zu schweigen vom Modell mit der Konfektionsgröße 32, auch Size Zero genannt. Die Filmszene zeigt, dass sich dem Jugend- und Magerkeitsgebot der Branche keiner verschließen kann, der mit ihr in Berührung kommt - die Modejournalisten nicht, die Modejournalisten-Sekretärinnen nicht und die Models schon gar nicht.

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