In keiner Region Großbritanniens wird so viel getrunken wie in Schottland. Jetzt soll das Problem über den Preis gelöst werden.
Wer seinen Kummer über die Wirtschaftskrise trotz klammer Kassen in Alkohol ertränken möchte, ist in Großbritannien gut aufgehoben. Trotz kräftiger Erhöhung der Alkoholsteuer unterbieten sich Supermärkte im Land mit Tiefstpreisen: 24 Dosen Bier für knapp sieben Euro, die Flasche Wodka für 6,30 Euro, zwei Flaschen für den Preis von einer.
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Die schottische Regierung macht die niedrigen Preise für den gestiegenen alkoholkonsum verantwortlich. (© Foto: dpa)
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Politikern, Polizei und Gesundheitsexperten ist schon lange bekannt, dass ein direkter Zusammenhang zwischen den Niedrigpreisen und dem dramatisch wachsenden Alkoholismus Jugendlicher besteht.
Nun will Schottland als erstes Land Europas dem Missbrauch einen Riegel vorschieben, indem die Regierung dem Handel einen Mindestpreis für Alkoholika verbindlich vorschreibt. "Abstürzende Preise und aggressive Werbung haben zu einem schubhaften Anstieg des Verbrauchs geführt und damit Gesundheitsprobleme geschaffen, die von Leber- und Herzerkrankungen zu Diabetes, Fettleibigkeit, Demenz und Krebs reichen", erklärte die schottische Gesundheitsministerin Nicola Sturgeon.
In Britanniens nördlichem Landesteil wird mehr getrunken als in England, Wales oder Nordirland. Die Zahl von Todesfällen, die auf Alkohol zurückzuführen sind, ist in Schottland doppelt so hoch wie im Süden der Insel. Mehr als 2,5 Milliarden Pfund kostet der Alkoholmissbrauch die Schotten jedes Jahr durch verlorene Arbeitstage und Krankenkosten.
"Pauschale Bestrafung"
Der Einzelhandel und die Alkoholindustrie protestieren heftig gegen die Maßnahmen. Ein Sprecher des Interessenverbandes Portman Group meinte, so würden pauschal alle Trinker bestraft, ohne dass das eigentliche Problem gelöst werde: "Leute, die trinken, um sich zu betrinken, werden sich von so etwas nicht beeinflussen lassen."
Fiona Moriary vom schottischen Einzelhändlerverband sekundierte: "Verantwortungsloses Trinken hat nichts mit dem Preis oder der Verfügbarkeit (von Alkohol) zu tun." Die oppositionellen Liberaldemokraten im Parlament in Edinburgh warnten die von den schottischen Nationalisten gestellte Minderheitsregierung davor, "eine ganze Generation zu stigmatisieren".
(SZ vom 03.03.2009/bilu)
Ihren Satz mit dem Alkohol und den willigen Soldaten kann ich nicht ganz nachvollziehen.
Sekt oder Selters, dagegen, der Spruch stammt nicht von ungefähr:
"Heinrich Himmler, in steter Sorge um die Gesundheit der Mitglieder seines arischen Männerordens, sorgte dafür, dass die SS nach und nach fast die gesamte deutsche Mineralwasserindustrie übernahm. Auf dem Höhepunkt des Zweiten Weltkriegs kontrollierte das Wirtschaftsimperium der SS 75 Prozent des Marktes."
Quelle: "Selters und Sudetenquell" spiegel online
Der Horizont eines Betrunkenen beschränkt sich auf die primitivsten Bereiche seiner Existenz. Alles andere wird ihm "angenehm" gleichgültig. Der Alkohol hat schon einmal in diesem Land für viele willige Soldaten gesorgt. Willige Untertanen, die sich am Biertisch austoben und sich dann groß fühlen können, wäre eine nicht unwillkommene Variante - oder. Wäre der Alkoholgenuss unter den Kindern ähnlich massiv bekämpft worden wie die Glimmstengel, hätte die Ernsthaftigkeit der ministeriellen Bemühungen an Glaubwürdigkeit gewonnen.
Fettleibigkeit durch zuviel Alkohol?
Demenz in einer Generation durch Alkohol?
In ein parr Jahren haben wir eine Währungsreform und dann sind wir alle arm.
Dann hilft nur noch Alkohol. Ich lege mir schon mal einen Vorrat an solange ich ihn bezahlen kann.
Sehr gute Idee.
Wenn was funktioniert, dann ist es die Drehschraube Geldbeutel.
Den Einzelhändlern kann man allerdings sagen, dass Werbung vom Typ kauf zwei Flaschen Schnaps zahl eine nicht gerade dazu geeignet sind den maßvollen Trinker anzusprechen.
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