Alle Jahre wieder vor Ostern und vor Weihnachten sind vermehrt Studien über den gesundheitlichen Nutzen von Schokolade zu lesen.
Kurz vor Ostern war wieder mal zu lesen, wie gesund Schokolade ist. Wer regelmäßig Schokolade zu sich nimmt, so die Autoren, senkt damit sein Risiko für einen Herzinfarkt. Die Forscher erwähnten auch, dass Schokolade die Blutgefäße besonders geschmeidig hält, wenn der Kakaoanteil hoch ist und sie über den Tag verteilt in kleinen Portionen verzehrt wird.
Schokolade soll sehr gesund sein, versichern Forscherteams - das ist verbrauchernahe Wissenschaft, Forschung aus dem Alltag, von Menschen für Menschen. (© Foto: ddp)
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Praktisch, dass Ostereier und -hasen genau in einer solchen Dosierung angeboten werden. Man kann sich auf die Medizin und die ihr verbundenen Industriebranchen verlassen: Alle Jahre wieder vor Ostern, vor Weihnachten und in der gesamten Adventszeit, die im Einzelhandel Mitte September beginnt, sind vermehrt Studien über den gesundheitlichen Nutzen des süßen Naschwerks zu lesen. Das ist verbrauchernahe Wissenschaft, Forschung aus dem Alltag, von Menschen für Menschen.
Vergleichbar überzeugend und lebensnah sind allenfalls die Untersuchungen über die segensreichen Wirkungen des Weines. Sie stammen oft von Forschergruppen aus dem Bordeaux, dem Chianti, dem Napa Valley oder von Mosel, Saar, Ruwer.
Das ist naheliegend, denn in diesen Regionen liegt der Untersuchungsgegenstand nun mal nahe. Die Herausgeber der Fachzeitschriften, die zumeist in England oder an der amerikanischen Ostküste und damit fern vom nächsten Rebstock residieren, dürsten nach derlei süffigen Studien und sie veröffentlichen sie gerne.
Dem Trend zur Kuschel- und Wohlfühlmedizin kommt diese Forschung ebenfalls entgegen. Der verdruckste Hedonist, den ständig sein Klimagewissen packt, der schadstofffrei schlafen und fair einkaufen will, kann schließlich mittlerweile nur noch moralisch rückstandsfrei konsumieren, wenn er dabei Genuss, Gesundheit und Globalisierungskritik verbindet.
Geschmackvoll die Adern frei pusten und dabei den internationalen Warenfluss ein bisschen gerechter gestalten, lautet die Devise. Der Kampf geht weiter: Wein und Schokolade für eine bessere Welt.
Der Fachhandel für den Sinnsucher, der nach neuen Abgrenzungskriterien in seinem Gesellschaftssegment giert, hat die Marktlücke längst entdeckt. Immer mehr Weinhändler haben Schokolade im Angebot und laden zu Verkostungen von Trauben und Tafeln.
Auf einigen Schokoladenverpackungen wird bereits angegeben, zu welchen Weinlagen sie gut passen. Auch das Vokabular gleicht sich an. Kenner schwadronieren vom Terroir, auf dem die Schokobohnen wachsen und loben den erdigen Abgang einer schweren mexikanischen Noisette-Lage.
Schon schwärmen Gourmetschwätzer vom "barocken Reich der unbegrenzten Möglichkeiten zwischen zartem Schmelz und Bacchus' Freuden". Auch von ersten Selbsthilfegruppen der vinophilen Schokoholics wird berichtet. Es war schon immer etwas Besonderes, sich eine exklusive Sucht leisten zu können.
Allerdings kann man viel falsch machen. Passt Merlot wirklich nur zu edelherb? Sollte man Kinderschokolade oder Joghurette ebenso verschmähen wie die Barrique-Schreinerweine mit den zugesetzten Holzspänen oder ergänzt sich beides trefflich? Was ist mit Mischprodukten wie Schoko-Crossies, After Eight oder Toffifee? Passt Nutella-Brot zum Dessert-Wein? Auch handwerklich passieren Fehler.
Die Schokolade muss im Mund angefangen haben zu schmelzen, bevor der Wein nachgefüllt wird. Speziell bei gekühlten Weinen kann sonst die Schokolade verklumpen, was die Aromenbildung beider Komponenten einschränkt. Ob Schokoklumpen den schützenden Effekt auf Herz und Gefäße abmildern, muss die Wissenschaft noch untersuchen. Entsprechende Studien könnten bald fertig sein, werden aber bis kurz vor Weihnachten oder bis nächstes Jahr Ostern zurückgehalten.
Zweimal ist er in Deutschland dem Tod entkommen: in Bergen-Belsen und in München. Der Geher Schaul Ladany gehörte 1972 zu Israels Olympiateam. Das ist jetzt 40 Jahre her, doch die Erinnerung folgt ihm auf Schritt und Tritt. Seite Drei. Jetzt lesen ...
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(SZ vom 25.12.2010/pfau)
Bruce Springsteen in Frankfurt
Endlich mal wieder ein treffender Bericht, der mir ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert hat.
Danke!