Profi- und Hobbysportler schwören auf "Power Balance"-Armbänder, die angeblich den Energiefluss des Körpers ins Reine bringen - alles nur Esoquatsch?
Arjen Robben hat eins. Cristiano Ronaldo auch. Rubens Barrichello trägt es. Der Basketballer LeBron James bindet es sich ebenso um wie der zu jeder Stilentgleisung bereite David Beckham. Unter Profis wie Hobbysportlern greift die neue Sucht nach dem Kunststoff um sich. Sie wickeln sich ein hässliches Plastikband um das Handgelenk, das von Ferne an eine Mädchenuhr für Astronauten erinnert. Als "die neueste Entwicklung der Hologrammforschung" wird es in Sportgeschäften angepriesen, wobei wir die Hologrammforschung bisher wohl unterschätzt haben und jene Kollegen dahinter vermuteten, die lustige Zerrbilder für Zeitschriften wie Geolino oder YPS mit Gimmick entwarfen.
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Das "Power Balance"-Armband ziert ein Hologramm aus Mylar-Folie - David Beckham trägt es schon. (© www.powerbalance.de)
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Das Armband hört auf den Namen "Power Balance" und wurde entwickelt, "um mit dem Energiefeld des menschlichen Körpers zu harmonieren". Früher ging man in den Wald oder wenigstens um den Block, um sein Gleichgewicht zu finden. Heute gibt es Slacklines für den Garten und eben "Power Balance". Die Internet-Auskunftei Wikipedia versteht darunter das von der britischen Außenpolitik jahrelang angestrebte Ziel eines Mächtegleichgewichts in Europa. Das trifft es nur ungenau, denn das Power-Balance-Band, das ein Hologramm statt einem Zifferblatt ziert, ist für "Menschen, die auch im Alltag von einem natürlichen Energiefluss profitieren wollen".
Hier in der Redaktion gibt es energiegeladene Kollegen, die sich nicht nur nach durchzechten Nächten Gedanken über lukrative Geschäftsideen machen. Sie sollten sich ein Beispiel an den Erfindern von Power Balance nehmen, die Esoquatsch mit einer Prise Fernost und geheimnisvollen Energien und Strahlen angereichert haben: "Die in fernöstlichen Kulturen jahrtausendealte Erkenntnis, dass das Wohlbefinden vom natürlichen Energiefluss abhängt, findet auch im Westen zunehmend Akzeptanz. Ziel ist, das Energiefeld von schädlichen Störungen zu befreien", heißt es über Power Balance. "Kern der Produkte sind Hologramme aus einer Mylar-Folie, die im Rahmen eines speziellen Verfahrens mit Energiewellen in einem natürlichen Frequenzbereich behandelt wurden."
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Ich habe mir den Artikel über das Power Balance Armband schmunzelnd durchgelesen
und meine Meinung über die meist so engstirnige Bevölkerung hat sich wieder einmal bestätigt!
Aber sicher ist es einfach, etwas vorschnell zu verurteilen, denn :
"Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht"!
Und aus Angst, das Power Balance Armband könnte ja doch etwas
positives für den Körper bringen, probiert man es einfach nicht aus.
Es könnte ja funktionieren und das komplette konservative Weltbild
durcheinander bringen.
Auch ist das Armband ja nicht als Ersatz für sportliche Betätigung gedacht,
sondern nur zur Unterstützung für den Körper!
Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass das Band sehr wohl eine positive Wirkung zeigt und das nicht nur bei mir, sondern auch bei Freunden und sehr erfolgreichen Sportlern, sowie Iron Man Gewinnern!
Noch kann man die Wirkung mit der heutigen Technologie nicht nachweisen,
aber das kann man bei alternativen Heilmethoden ja auch nicht und trotzdem gibt es sehr gute Erfolge!
Und für alle Zweifler : "Auch, wenn es nur Kopfsache sein sollte, die Hauptsache ist doch, dass es funktioniert!"
LG
"Medizin und Wahnsinn, Folge 142
Harmonie durch Plastik
Von Werner Bartens
Profi- und Hobbysportler schwören auf "Power Balance"-Armbänder, die angeblich den Energiefluss des Körpers ins Reine bringen - alles nur Esoquatsch?
Ja."
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Das Bild und die Internetadresse hätte man sich sparen können, so kommen unbedarfte Leser nur noch auf die Idee, dorthin zu surfen und sich gar so ein Stückchen Sondermüll zu bestellen.
DW