Forscher sagen, dass auch jenseits der 60 neue Hirnzellen entstehen können. Nur vor Torheit bewahrt uns die zusätzliche Gehirnmasse nicht.
Wenn im Sommer der Nordwind röhrt und der Gewitterregen auf den Windschutzscheiben tanzt, ist die hohe Zeit des Zweifelns angebrochen. Der notorisch lebensgrüblerische Kollege wirkt dann noch verletzlicher als sonst. Er sieht derzeit so aus, als ob ihn die Welt schon lange nicht mehr in den Arm genommen hat.
Man fragt sich gelegentlich, was manche Menschen so im Kopf haben. (© Foto: iStockphotos)
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Manchmal würden ein paar klare Antworten die labile Stimmung aufhellen. Antworten auf Fragen wie: Warum reißt der Joghurtdeckel immer ein? Was macht der Freibadbademeister im Winter? Wieso schreit hier keiner? Oder auch: Warum nur?
Gerade die letzte Frage stellt sich immer wieder neu. Wenn bestimmte Kurzzeitgäste das gelbe Sofa wieder verlassen haben, ist plötzlich alles so wüst und leer.
Kürzlich war eine von ihren Anlagen her vernunftbegabte Kollegin da, die erzählte von Erlebnissen bei einem Allergietest. Der Heiler, dem sie sich anvertraut hatte, vermutete, dass sie keinen Zucker vertrage und deswegen immer so übermüdet sei.
Tröstliche Wissenschaft
Um seine Hypothese zu überprüfen, gab er ihr ein Röhrchen mit Zucker, das sie in der ausgestreckten rechten Hand halten sollte. Er drückte von oben auf ihren Arm und nickte zufrieden. Dann ließ er sie den Arm ohne das Zuckerrohr ausstrecken und drückte wieder. Sein Nicken wurde nun fast so heftig wie bei einem neurologischen Tick, denn für ihn war der Beweis erbracht, dass sie gegen Zucker allergisch ist. Schließlich hatte er viel stärker auf ihren Arm drücken müssen, als sie kein Zuckerstückchen hochhalten durfte.
Die Wissenschaft bietet wie so oft Trost in schweren Stunden. Man muss sich dann nur an die Neurologen aus Südfrankreich erinnern, die von einem Mann berichtet haben, der mit nur zehn Prozent der üblichen Gehirnmasse ein relativ normales Leben führen konnte. Seine verbliebenen Hirnzellen hatten sich um einen großen Leerraum angeordnet und arbeiteten offenbar extrem effizient.
Der Mann ist verheiratet, hat zwei Kinder und ist Beamter in einer Steuerbehörde. Er hat einen nicht besonders hohen, aber soliden IQ im zweistelligen Bereich, den auch manche Menschen nicht überschreiten, die deutlich mehr Gehirnmasse aufzuweisen haben, aber nicht mal verbeamtet sind, zudem chronisch kinderlos und berufsallergisch.
Man fragt sich gelegentlich, was manche Menschen so im Kopf haben. Gerade war ein Kollege da, von dem bekannt ist, dass er sich regelmäßig nadeln lässt. Wahrscheinlich gurgelt er auch mit frischem Morgenurin. Momentan macht er gerade eine Blutgruppendiät.
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Umweltstiftung WWF in der Kritik
Sehr geehrter HerrBartens, ich hoffe, ob des von Ihnen beschriebenen Zustandes geben Sie nicht vor dem 60. Geburtstag auf. Als Insider wissen Sie natürlich, dass auch Ihre Freunde extraorbitalinfraluminierte Menschen nicht sonderlich schätzen und Sie keinerlei Hilfe erwarten können. Aber Sie kennen sich ja mit den Gegenanzeigen aus.
Herzliche Grüße - H. Nau