Deutsche Forscher haben jene genetische Veränderungen identifiziert, die an der Entwicklung der Aufmerksamkeitsstörung beteiligt sind. Allerdings ist das Rätsel damit noch nicht gelöst.
Deutsche Forscher sind den Ursachen des so genannten Zappelphilippsyndroms auf der Spur.
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Wie das nationale Genomforschungszentrum (NGFN) in Bonn mitteilte, identifizierten sie drei genetische Varianten, die an der Entwicklung der Aufmerksamkeitsstörung beteiligt sind. Wissenschaftler von sechs deutschen Universitäten untersuchten dafür 329 Familien, in denen mindestens ein Kind von der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) betroffen ist.
Sie ermittelten eine Kombination von drei Veränderungen im Gen für den so genannten Dopamintransporter, der den im Gehirn freigesetzten Botenstoff Dopamin zurück in die Nervenzelle bringt. "Personen, die diese Kombination in beiden Kopien des Gens besitzen, haben ein 2,5-fach erhöhtes Risiko, an ADHS zu erkranken", erklärte Johannes Hebebrand von der Universität Duisburg-Essen.
Bei Menschen, die diese Variante nur einmal haben, ist das Risiko noch knapp zweifach erhöht. Allerdings bekommt nicht jedes Kind mit diesen genetischen Varianten automatisch ADHS. Experten gehen davon aus, dass noch mehr Genveränderungen zusammen kommen müssen, damit Hyperaktivität entsteht. Die Studie ist in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Molecular Psychiatry erschienen.
Zu 80 Prozent genetisch bedingt
ADHS ist die häufigste psychiatrische Störung bei Kindern und Jugendlichen. Jungen sind davon drei- bis viermal so häufig betroffen wie Mädchen. Die Patienten sind oft unaufmerksam, unruhig, impulsiv und haben einen erhöhten Bewegungsdrang. Aufgrund von Studien gehen Experten davon aus, dass ADHS zu 80 Prozent genetisch bedingt ist.
Verschiedene Untersuchungen weisen darauf hin, dass der Dopaminstoffwechsel und möglicherweise auch die Funktion des Dopamintransporters bei ADHS-Patienten verändert sind. Benannt ist das Zappelphilippsyndrom nach einer Figur aus dem "Struwwelpeter", einem aus dem 19. Jahrhundert stammenden Kinderbuch.
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(AFP)
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Die einen suchen ein Gen, das ursächlich für ADHS ist, die anderen halten's für eine Erfindung der Pharma-Industrie, um Betäubungsmittel absetzen zu können. Und dann gibt's noch diejenigen, die nur das Versagen der Eltern sehen, sei es, daß sie die Kinder zu wenig verdroschen haben (konservative Sicht) oder zuviel vernachlässigt (moderne Sicht).
Auf der Strecke bleibt die Sorge um die Kinder. Und das Eingeständnis, das ADHS nach wie vor nicht restlos erforscht, geschweige denn geklärt ist. Noch weniger geklärt ist, wie man Kindern, die unter ADHS leiden sicher helfen kann.
Ich möchte mich da auch nicht zum Medizin-Nobelpreisträger aufwerfen, indem ich jetzt eine Erklärung lieferte. Das Forschungsergebnis, wonach es sich um eine "verzögerte Hirnreifung" handle, deutet aber darauf hin, daß unsere Gesellschaft andere Formen finden muß, diesen Kindern die Integration zu ermöglichen.
Wenn ich ADHS im Internet aufrufe erschlagen mich bald mehr Meinungen von Experten -Dafür Dagegen oder überhaupt als kranke Kinder existieren.
Das ganze Thema ist wie die Klimaerwärmung es hat Konjunktur.
Was kann ich tun um zu helfen?
Drogen,Aufmerksamkeit,Liebe Zuschauen Fördern Fordern von wem was wieviel--- wer nimmt mir die Verantwortung für mein Kind ab.
Intuition und Selbsthilfegruppe sind auf der Gewinnerseite Austausch und Bauch.
Was hilft mir die genetische Information --soll ich nur noch Menschen ohne Unterschiede züchten ? Unsere Zeit erfindet immer neue Krankheiten und Medikamente wobei die Reihenfolge fraglich ist.
Ich habe als Kind vor 48 Jahren "Friesium" (kl.bruder von Valium) bekommen.
Mein Leben hat sich geändert, ich bin in ein Auto gelaufen, meine schulischen Leißtungen gingen in den Keller, der Linkshänder wurde freiwillig Rechtshänder, die Wut und Ohnmacht wurden zur Depression, mit 12 Karrierestart zum Alkoholiker.
Da gibt es einen Zusammenhang nicht negativ gesehen keiner hat Schuld.
Heute bin ich ohne irgendwelche Mittel gelassen und Trocken.
P.S.Zum Alkohol noch ein paar Worte
Die Welt wie ich sie "im Heute" erlebe hat immer gleich viele Herausforderungen für mich, unsere Kinder haben weder leichtere noch schwierigere Aufgaben zu bewältigen.
Für mich stellt sich nur die Frage: "Wie kann ich helfen"?.
Die Gründe warum die "Sau Alkohol" gerade durch das Mediendorf Deutschland getrieben wird, sind vielfältig und jeder hat seine eigene Meinung dazu. Der, der keine hat lässt sich eine machen, oder nimmt was er verdient.
Ich für mich freue mich auf jeden Fall darüber wenn das Thema Alkohol auftaucht. Ich kann meine Wahrheiten in die Welt hinausposaunen und
werde auch gehört. Meine ängste, die sich dahinter verstecken werden kleiner, mein Selbstbewusstsein wächst und die Wut lässt nach.
Es gibt schon Kinder, die Probleme haben.
Aber kübelweise RITALIN verschreiben, ist nicht die Lösung.
Am meisten hilft man solchen Kindern mit dem Kauf von Turnschuhen.
Ausflüge und Wanderungen sind teuer, und erfordern die Zuwendung der Erwachsenen.
Das Problem ist aber oft sozialer und nicht medizinischer Art: In engen Wohnungen kann sich ein Kind nicht austoben, auf Kinderspilplätzen lauern Gefahren (Hunde, Spritzbestecke, Kinderschänder) und tolle Erlebnisse kosten Geld.
Geld, was sozial schwache Familien mit vielen Kindern auf engstem Raum nicht haben.
Ich bin nicht weltfremd.
Wir sind ja froh, dass die Genforschung uns so viele punktuelle Ursachen für Erkrankungen liefert. Der Wert solcher Untersuchungen soll hier nicht bestritten werden.
Nur:
Bei mir verdichtet sich die Vermutung, dass wie am Ende nicht mehr als dualer Mensch mit Leib und Seele wahrgenommen werden, auschließlich als reparaturbedürftige G e n m u t a n t e n .
ADHS zu 80%! genetisch. Was heißt das?
Müssen wir warten, bis wir unseren Kranken neue Gene einpflanzen können ( Beispiel Diabetes 1) oder dürfen wir bei nachweisbaren Erfolgen, beispielsweise in der Psychotherapie, schon mal anfangen *psycho-genetisch* zu heilen?
Psych. Störungen wie unkonzentriertes, oft auch aggressives Verhalten bei Kindern gab es natürlich schon immer, ebenso gab es Arbeitsstörungen oder erweitert: unsoziales bis deviates Verhalten bei Erwachsenen.
Nicht erst durch die Genforschung haben das zugrunde liegende ADH-Syndrom oder Depressionen Krankheitswert.
Krankheiten kann man erfolgreich behandeln.
Die Ausgrenzung und Abwertung von somatisch und (oder) psychisch Kranken basiert auf dem Vorurteil: Denen ist nicht zu helfen....
Dahinter steckt vor allem das moralisierende: Selber Schuld! (schlecht erzogen und nichts dazugelernt, geraucht, ungeschützter Sex, faul, verfressen.........)
Ich sehe oft Moralisten, die im Glashaus sitzen und ihre Probleme systematisch auf andere projezieren!
'Erkrankung'? 'Psychiatrische Störung'? Gibt es die 'Krankheit' nicht erst seitdem es ein Medikament gibt?