Die Hilfsprojekte, für die sich Madonna engagiert, geraten immer mehr ins Zwielicht: Nun gibt es auch finanzielle Ungereimtheiten bei der Initiative "Success for Kids". Das FBI ermittelt.
Madonnas wohltätiges Engagement für Malawi gerät immer mehr in die Kritik. Vergangene Woche wurde bekannt, dass Milionen Dollar an Spendengeldern für ihr Projekt "Raising Malawi", verschwunden sein sollen.
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Madonnas Hilfsprojekte für Malawi geraten in die Kritik. Schon mit der Adoption der Mercy (im Bild) und David aus dem südostafrikanischen Land hatte die Sängerin für Schlagzeilen gesorgt. (© REUTERS)
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Nun gibt es auch bei ihrer Initiative "Success for Kids" - ein Ableger von "Raising Malawi", finanzielle Ungereimtheiten. Wie die britische Zeitung Daily Mail berichtet, hat die amerikanische Bundespolizei FBI die Ermittlungen aufgenommen.
Das Kindererziehungs-Projekt, von dessen Vorstand die Sängerin die Vorsitzende ist, hat seit 2001 rund 33 Millionen Dollar (23 MIllionen Euro) gesammelt. Ein großer Teil davon stammt von prominenten Spendern, die Madonna angeworben hatte.
Sie selbst soll 671.000 Dollar an die Non-Profit-Organisation gespendet haben. Die mehr als 100 Mitarbeiter des Projekts sind, so heißt es auf dessen Homepage, in acht Ländern aktiv, darunter auch in Malawi.
Die Meldung über die Ermittlungen des FBI kommen genau eine Woche, nachdem bekannt wurde, dass Madonnas Pläne, eine Mädchenschule in dem südostafrikanischen Land zu bauen, gescheitert sind: 3,8 Millionen Dollar sind in das Vorhaben geflossen, das nie umgesetzt wurde. Das insgesamt 15 Milionen Dollar schwere Projekt ist gescheitert. Der Geschäftsführer der Wohltätigkeitsorganisation musste seinen Posten räumen - er hatte mit den Spenden sein Luxusleben finanziert.
"Success for Kids" und "Raising Malawi" hatten sich 2008 getrennt. Offenbar sind beide Organisationen danach in finanzielle Schweirigkeiten geraten. Madonna selbst hatte veranlasst, die Arbeit von "Raising Malawi" zu überprüfen. Dabei wurden gravierende Mängel im Rechenschaftsbericht festgestellt.
Für die amerikanische Wohltäterin ist der neuerliche Skandal der zweite Rückschlag. Nun blüht ihr in den USA eine Steuerprüfung. Außerdem muss sich Madonna, die zwei Kinder aus Malawi adoptiert hat und damit immer wieder für Aufregung sorgte, Fragen über den Nutzen und Schaden ihrer Aktionen gefallen lassen. Die Antwort allerdings bleibt sie schuldig - sie lehnt jeglichen Kommentar ab.
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(sueddeutsche.de/bre)
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