Nach langem juristischem Hickhack darf die Popsängerin offenbar nun doch das Waisenmädchen Mercy aus Malawi adoptieren.
Als ein malawisches Gericht im vergangenen April der amerikanischen Sängerin Madonna Louise Ciccone, 50, die Adoption der vierjährigen Chifundo Mercy James aus einem Waisenhaus bei Blantyre untersagte, war das kein Grund, voreilige Schlüsse zu ziehen.
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Madonna hält bei dem Besuch in Malawi die vierjährige Mercy im Arm. (© Foto: Reuters)
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Es war nicht, wie gemeinhin angenommen, das Scheitern einer Adoption, sondern zunächst einmal ein erstinstanzlicher Richterspruch aus einem der Armenhäuser Afrikas. Auf der einen Seite stand ein Gericht, das sichtlich bemüht war, diesmal den Eindruck zu vermeiden, jeder mit ein wenig Geld und Einfluss könne sich in den Waisenhäusern des Landes bedienen. Weshalb es bei seiner Ablehnung das Alter und den Singlestatus der Sängerin ins Feld führte.
Auf der anderen Seite aber stand die nach der englischen Königin wahrscheinlich bekannteste Frau der Welt. Eine Frau, von der zumindest nicht bekannt ist, dass sie je irgendein selbstgestecktes Ziel nicht erreicht hätte. Warum also hätte sie ausgerechnet daran scheitern sollen, sich das zweite kleine Schwarze zu besorgen?
Seltsamer Sinneswandel
Man darf davon ausgehen, dass Madonna die Adoption von Mercy nie abgehakt hat. Sie legte Berufung gegen das Urteil ein. Und auch, wenn Rechtsexperten dem zunächst nicht viele Chancen einräumten, so schien sich doch ein seltsamer Sinneswandel in Malawi zu vollziehen, wie Medienberichten zu entnehmen ist. Der Onkel der Vierjährigen bekannte plötzlich in Interviews, dass er seine Meinung geändert habe. Und die Leiterin des Waisenhauses, Anne Chikhawaza, ignorierte offenbar richterliche Anordnungen. Als Vormund holte sie Mercy nicht ins Heim zurück, sondern ließ sie in einer von der Sängerin gemieteten Luxuslodge, wo sich ein Kindermädchen und eine Schwester um die Vierjährige kümmerte. Zuletzt berichteten Insider, dass Regierungskreise einer Adoption Mercys wohlgesonnen seien.
Glaubt man einem Bericht der britischen Sun, dann bedeuten all diese Zeichen, dass Madonna ihr Ziel erreicht hat, mit welchen Mitteln auch immer. Der Anwalt der Sängerin habe zwei von drei Berufungsrichtern bereits überzeugen können, schreibt das Blatt mit Verweis auf das Gericht selbst. Eine Entscheidung werde am Sonntag fallen. "Mercy sollte schon anfangen ihre Sachen zu packen, es geht nach Amerika."
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(SZ vom 10.06.2009/apet/vs)
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Madonna holt sich Kinder aus der Welt und lässt eine Menge Dollar dafür "springen", die einer Vielzahl von anderen Kindern in ihren Ländern geholfen hätten.
Wer helfen will, stellt nicht sich selbst in den Mittelpunkt.
Die Show muss ja schließlich weitergehen.
Scham stört da nur.
Mal ganz ehrlich: Ich kann mir schlimmeres vorstellen, als von Madonna adoptiert zu werden.
... bekommt NIEMAND in Deutschland ein Kind adoptiert.
Das Kind ist für Madonne wie eine Ware, die sie als reiche Egozentrikerin kaufen kann. Ekelig!
Die Frau mit dem Heiligenschein? Warum kann eine Frau wie Madonna es sich nicht leisten, uneigennützig zu sein? Wenn sie wirklich nur das Beste für das Kind hätte tun wollen, dann hätte sie die Familie ein wenig finanziell unterstützen können, so dass das Kind in seiner gewohnten Umgebung bleiben kann, bzw. zu ihren Verwandten. Als ob es in England keine Kinder in Heimen gäbe, die wirklich niemanden mehr haben!
Schade, dass sie damit durchgekommen ist. Mein Mitgefühl gilt dem kleinen Mädchen und der Familie.
Paging