Nach anfänglichen Erfolgen versagen Medikamente gegen Lungenkrebs häufig. Forscher fanden nun heraus, warum der Tumor resistent wird.

Zunächst können sich Patient und Arzt freuen, wenn der Lungentumor auf Antikrebsmittel anspricht - in der Regel geht das Geschwür dann dramatisch zurück, so die Autoren einer neuen Studie im bekannten FachmagazinScience .

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Doch früher oder später wendet sich das Blatt und der Krebs kann sich ungehemmt ausdehnen. Bei jedem fünften Krebspatienten ist dafür nur ein einzelnes Gen verantwortlich, das den Tumor vor weiteren Angriffen schützt, entdeckten die Forscher aus den USA, Japan, Italien und China (Science 2007, online first).

Das schon zuvor bekannte Krebsgen MET war bei den resistenten Tumoren besonders aktiv, schreiben die Wissenschaftler. Dadurch würden Attacken gegen das eigentliche Angriffsziel der Krebsmedikamente, einen Wachstumsfaktor, blockiert.

In Experimenten an Zellen überprüften die Wissenschaftler daraufhin, ob eine Kombination aus herkömmlichen Medikamenten mit einem Wirkstoff gegen das schützende MET mehr ausrichtet. Und in der Tat: Die Krebszellen der zuvor unbesiegbaren Lungentumore trieb es per automatischem Zelltod in den Selbstmord.

Unsere Ergebnisse legen nahe, dass eine nähere Untersuchung des Resistenzmechanismus bei Tumorpatienten sehr wichtig ist und uns helfen kann, effektive Therapien gegen diese resistenten Tumore zu entwickeln, sagte Lewis Cantley, Koautor der Studie. Die neu entwickelte Behandlung könne eventuell auch in bestimmten Fällen von Brust-, Kopf- und Darmkrebs funktionieren, ergänzte sein Kollege Jeffrey Engelmann.

Als nächstes wollen die Forscher untersuchen, wie verbreitet die entdeckte Abwehrtaktik bei anderen Krebsarten ist. Parallel dazu laufen bereits weitere Studien zur gemeinsamen Gabe von Antikrebsmedikamenten mit MET-Hemmern.

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(Quelle: www.medical-tribune.de)