Kinder, die in der Nähe einer Autobahn leben, bekommen nicht nur besonders häufig Asthma. Auch ihre Lunge entwickelt sich schlechter.
Das Leben an einer Autobahn ist für Kinder und Jugendliche gefährlich - und zwar nicht nur, weil sie überfahren werden könnten, sondern weil die vorbeirauschenden Vehikel mit ihren Abgasen die Luft verpesten.
Gefahrenquelle Autobahn. (© Foto: dpa)
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Atmen die Kleinen dieses Gemisch tagtäglich ein und atmen dann bei einem Funktionstest der Lunge aus, so ist das Ergebnis deprimierend - denn ihre Lunge entwickelt sich schlechter als die der besser situierten Altersgenossen.
Das ergab im Fachmagazin The Lancet (online first) veröffentlichte Studie des Atemluft-Experten W. James Gaudermann von der University of Southern California und seiner Kollegen.
Die Wissenschaftler untersuchten bei 3700 Kindern im Alter von zehn Jahren anhand eines jährlichen Lungenfunktionstests, wie sich in den darauffolgenden acht Jahren ihre Lunge entwickelte.
Dabei notierten die Wissenschaftler auch, wie weit die nächste Autobahn vom Wohnort der Teilnehmer entfernt war - sie unterschieden dabei vier Entfernungen: bis 500 Meter, zwischen 500 und 1000 Meter, zwischen 1000 und 1500 Meter und über 1500 Meter von der Autobahn entfernt.
Ferner notierten sie auch, wie weit die Kinder von anderen großen Straßen entfernt wohnten.
Das Ergebnis: Kinder, die dicht an der Autobahn wohnten - bis zu einer Entfernung von 500 Metern - hatten große Defizite bei der Entwicklung ihrer Atmungsorgane.
Und das kann lebenslange Folgen haben: Jemand dessen Lunge aufgrund von Umweltverschmutzungen in der Entwicklung gestört wurde, werde wahrscheinlich sein ganzes Leben lang eine weniger gesunde Lunge haben, sagte Gauderman.
Auch sei die Lungenfunktion ganz gesunder Kinder die nicht rauchten und auch kein Asthma hätten, von den Abgasen beeinträchtigt worden, so Gauderman weiter.
Das Kinder, die hoher Luftverschmutzung ausgesetzt sind, eher Asthma bekommen und die regionale Qualität der Atemluft für die Lunge eine wichtige Bedeutung hat, war schon aus anderen Studien bekannt.
Den besonderen Nutzen ihrer Studie sehen die Autoren in dem Ergebnis, dass es nicht nur regionale sondern ganz spezielle lokale Gegebenheiten sind, die für die Gesundheit gerade bei Heranwachsenden eine Rolle spielen. Sie kritisieren, dass viele Wohngebiete und Schulen in der Nähe vielbefahrener Straßen gebaut werden.
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(Quelle: www.medical-tribune.de)
Abholzungen im Amazonas-Gebiet
hallo, Redaktion,
dass die Abgase von Fahrzeugen mit Diesel-Gas oder Benzinmotor schädlich sind, ist bekannt. Dass Kinder auf solche Dinge reagieren ist auch bekannt.
Nur- wer wird auf Grund ihres Artikels etwas tun ?
die Eltern , die auf Grund ihrer begrenzten Einkünfte nicht in einer besseren Wohngegend wohnen können ?
Werden die schönen von Lärm und Abgasen rel. unbelasteten Wohngegenden von den Kommunen auch für Familien mit Kindern, auch mit wenig Geld bevorzugt verwendet ?
Ich denke nein. Die sogenannten besseren Gegenden werden nach wie vor von gut situierten Personen bewohnt, ob mit oder ohne Kinder.
Was auf jeden Fall passieren wird, ist das Rating der Personen, die in den belasteten Gebieten aufwachsen. Krankenversicherungen werden mit einem erhöhten Lungenerkrankungsrisiko rechnen und diese Kinder als Erwachsene mit einem höheren Krankenversicherungsbeitrag zur Kasse bitten.
Das ist nach meiner Meinung alles, was an Handlungen aus diesem Artikel resultiert.
übrigens: Wer hat eigentlich die Studie in Auftrag gegeben und wer hat sie bezahlt ?
mfg
mega2xbass