Kleinkinder lernen mehr, wenn sie regelmäßig schlafen dürfen. Das Gehirn kann Erfahrungen dann besser abspeichern, zeigt ein Versuch.
Ein regelmäßiges Schläfchen fördert bei Kleinkindern das abstrakte Denken. Dies zeigten Psychologen aus dem US-Staat Arizona in Versuchen an rund 50 Babys im Alter von 15 Monaten.
Ausruhen tut gut: Wenn Babys und Kleinkinder regelmäßige Nickerchen einlegen, behalten Sie zuvor Gelerntes besser. (© Foto: iStock)
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Die Forscher aus Tucson spielten den Kindern zunächst wiederholt Phrasen vor, die aus jeweils drei Silben einer Kunstsprache bestanden - etwa pel-wadim-jic. Manche Kinder machte anschließend ein Nickerchen, andere nicht. Danach wurden sie erneut mit den bereits gehörten sowie auch mit ähnlich klingenden Phrasen beschallt. Aus den Reaktionen folgerten die Psychologen dann, ob die Silben den Babys vertraut waren.
Zwar schienen alle Kinder die bereits gehörten Phrasen wiederzuerkennen, wie der Psychologe Lynn Nadel auf einer Tagung in San Diego berichtete. Aber auf die ähnlich klingenden neuen Silben reagierten nur jene Babys, die zwischenzeitlich geschlafen hatten. Die Forscher folgern daraus, dass Schlaf in diesem Alter die Fähigkeit zu verallgemeinerndem Denken fördert.
Daher sollten Eltern Stimuli stets an einen klar strukturierten Tagesrhythmus mit genügend Schlaf koppeln. "Kinder müssen Schlaf innerhalb einer bestimmten Zeit nach einer neuen Information bekommen, um abstrahieren zu können", erläutert Nadel. "Wenn sie nicht innerhalb von vier bis acht Stunden schlafen, verlieren sie wahrscheinlich alles."
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(sueddeutsche.de/AP/bilu)
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