Qualitativ hochwertige Produkte müssen nicht teuer sein. Grundnahrungsmittel wie Mischbrot, Gouda oder Salz vom Discounter sind laut Ökotest meist "sehr gut".
Wer qualitativ hochwertiges Essen auf dem Tisch haben will, muss nicht automatisch im Feinkostladen einkaufen: Grundnahrungsmittel wie Mischbrot, Spaghetti, Butter, Gouda oder Salz gibt es laut Ökotest beim Discounter meist in sehr guter Qualität.
Ruhig zugreifen: Rund zwei Drittel der getesteten Produkte aus dem Discounter schnitten mit "sehr gut" ab. (© Foto: AP)
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Rund zwei Drittel von insgesamt 77 getesteten Produkten von Aldi, Lidl, Netto, Norma und Penny schnitten mit der Note "sehr gut" ab, wie die Zeitschrift Ökotest aus ihrer neuesten Ausgabe berichtet.
Elf Produkte bekamen demnach wegen kleiner Mängel "gute" Noten. Die schlechteste Note "ausreichend" vergaben die Tester nur für ein Sonnenblumenöl, das polyzyklische Kohlenwasserstoffe - wenn auch in gesundheitlich unbedenklicher Menge - enthielt, und für einen Tiefkühlspinat mit hohen Nitratwerten.
Getestet wurden auch Kaffee, schwarzer Tee, passierte Tomaten, Naturjoghurt, Mehl und Mineralwasser. Bei den Wässern bemängelte Ökotest, dass bei den Discountern alle in Einwegflaschen - ob mit Pfand oder ohne - abgefüllt sind. Die Umweltbilanz falle im Verhältnis zu Mehrwegflaschen "enorm" ab, deshalb habe kein Produkt eine bessere Note als "befriedigend" bekommen.
Ökotest kritisierte zudem Werbung mit Selbstverständlichkeiten: So werde ein Mineralwasser als "vegan und glutenfrei" beworben, ein Sonnenblumenöl als "cholesterinfrei", obwohl Öl aus Sonnenblumen nie Cholesterin enthalte.
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(sueddeutsche.de/AFP/pfau/dog)
Voreiliges Buch "Der Pott ist dahoam"
Das gemeine Volk darf ja neuerdings in die Agrarsubventionspoltik (teilweise) Einsicht erhalten, und siehe da was kann mann da erfahren? Alter Bauernadel, GuTTsherren und Agrokonzern sind die größten Nutznießer: Zitat
"Welche Landwirtschaftsbetriebe bekommen am meisten aus den Brüsseler Beihilfe-Töpfen? Wer erhält wie viel? Bisher geheime Daten zeigen: Von den EU-Agrarsubventionen profitieren besonders die großen Agrarkonzerne und der alte Landadel
Bislang lag es in Deutschland im Dunkeln und kam allenfalls vereinzelt heraus: Die Namen der Empfänger der reichlich sprudelnden EU-Agrarsubventionen. Dem stern liegt nun eine bisher vertrauliche Liste aus dem Landwirtschaftsministerium Nordrhein-Westfalen vor. Erstmals wird nun öffentlich, welche Betriebe im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland von 2002 bis 2006 besonders viel Geld von der EU bekommen haben. Nur die Namen der Privatpersonen unter den Empfängern fehlen - Datenschutz.
Die einzigartige Aufstellung beweist, was Experten bisher nur vermuten konnten: Die EU fördert vor allem den alten deutschen Adel und die Agrokonzerne mit zum Teil gewaltigen Summen. So strich der Molkereigigant Campina (Südmilch, Mark Brandenburg) seit 2002 über 12,7 Millionen Euro zur Bezuschussung der Schulmilch ein.
Die Metternich Ratibor Corvey KG des Viktor Prinz von Ratibor und Corvey erhielt im selben Zeitraum immerhin noch mehr als 1,3 Millionen. Das Gut Schlenderhan in der Nähe von Köln bekam seit 2002 laut der NRW-Liste 521.000 Euro. Es gehört der Baronin Karin von Ullmann, deren Vermögen auf 4,1 Milliarden Eu
Solange der Staat, sprich zuständige Verbraucherbehörden versagen und von Lobbyisten korrumpiert werden(stimmt wirklich) , bin ich für Kontrollinstanzen wie Testzeitschriften oder Verbraucherorganisationen dankbar. Die halten die Hersteller wenigstens in schach und decken einige Werbelügen auf bzw. Qulitäts- und Preismängel auf. Trotzdem glaube ich auch diesen Kontrolllinstanzen nicht alles unbesehen, da auch diese Marktsachzwängen unterliegen. Bleibt am Ende nur das Kleinstgedruckte auf der Verpackung zu studieren.
Ein hoher Preis bedeutet doch nicht zwangsläufig,gerade bei Lebensmitteln, Hochwertigkeit und/oder gerechte Entlohnung. Discounter sind gegenüber Vollsortiment-Supermärkten wie REWE/Edeka etc. auch deshalb günstiger, weil es dort keine (kaum) Markenartikel (Werbekosten) und ausgefallenere Waren gibt. Das Sortiment ist eben abgespeckter und auf den "Grundbedarf" ausgerichtet.
Bei manchen Artikeln wie z.B. bei der Milch sind Ungerechtigkeiten auch auf struktureller/politischer Natur. Stichwort Subventionen nämlich dergestalt, dass Großbetriebe kassieren und Kleinbetriebe mit ökologischer Ausrichtung das Nachsehen haben. Ist gerade erst vor kurzem wieder geschehen, Müller hat Subventionen abgegriffen, die eigentlich zur Struktuförderung gedacht waren. (Filz-CSU/CDU-Klientel lässt grüßen.)
Die Frage nach gerechter Entlohnung ist eine Grundsätzliche und betrifft sehr viel Branchen, ( stichworte "Niedriglohnbranchen". Mindestlohn.) Aber die Analyse geht natürlich gesellschaftlich noch viel tiefer, führt hier jetzt aber zu weit.
Ich selbst kaufe mischkalkuliert ein, mal Bio vom Discounter/Drogeriemärkte, mal auf den Wochmärkten; eher selten im Reformhaus, da dort die Preise exorbitant sind.
Wieso kommt so ein Artikel in einer Tageszeitung mit großer Auflage? Damit es viele lesen ... Und was soll das Ziel des Artikels sein?? Bestimmt nicht zu informieren, denn dafür ist es viel zu ungenau dargelegt.
Die Menschen mehr in den Discounter zu locken? Oder ohne schlechtes Gewissen ruhig mal zum Diskounter einkaufen gehen zu können? Oder der Mentalität warum teuer, wenns auch billig tut wieder etwas mehr Ausdruck zu verleihen?
Und im Übrigen, ein Produkt was als "gut" getestet wurde aber beim Discount zu SPOTpreisen unter die MAssen gebracht werden soll. WIE kann und soll das "gut" sein können?? Irgendwo muss ja etwas eingespart worden sein in der Produktionskette, um den Preis so zu drücken. Die Margen sind trotzdem immens.
Bei solchen Artikeln beschleicht mich nicht nur das Gefühl dass da was nicht mit rechten Dingen zugeht. Aber wer das Geld hat, der hat auch die Medien .. so ist das, wohl auch bei der SZ.
Mahlzeit!
Sehr aussagekräftig... Jetz weiß ich also, dass ich nicht draufgehe, wenn ich meine Grundnahrungsmittel bei Aldi und Konsorten kaufe.
Das aber zwischen "genießbar" und "qualitativ gut" noch Lichtjahre liegen, scheint in Deutschland allgemein noch nicht angekommen zu sein.
Paging