Beim Aufenthalt im Gelände stehen die Geräte auf "Senden". Gerät man in eine Lawine, sendet das Gerät ein Signal, das von nicht Verschütteten empfangen werden kann - sofern alle ein Gerät dabeihaben.
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Grundsätzlich sollte man versuchen, sofern man selbst in Sicherheit ist, die in eine Lawine geratenen Personen so lange wie möglich mit den Augen zu verfolgen, um das Suchfeld einzugrenzen.
Dann beginnt die Grobsuche: Sie ist der Weg zum Erstempfang eines Signals. Nachdem alle Helfer ihr LVS-Gerät auf Empfang umgestellt haben, wird der Suchweg in Serpentinen (bei einem Helfer) oder geradlinig (bei mehreren Helfern) möglichst schnell zurückgelegt und dabei mit Auge und Ohr nach herausragenden Körper- oder Ausrüstungsteilen oder Hilferufen gesucht.
Die Suchstreifenbreite ist abhängig von der Größe der Lawine, der Anzahl der Helfer und der eingesetzten LVS-Geräte. In der Literatur wird eine Suchstreifenbreite von 20 Metern (10 Meter zum Rand) empfohlen. Sobald der Sucher einen Erstempfang hat, befindet er sich in der Feinsuche.
Dabei folgt der Suchende der Richtung des stärksten Signals (egal ob lauter werdender Analog-Ton, Entfernungsanzeige oder digitaler Pfeil) und nähert sich dem Verschütteten auf der Feldlinie. Sobald der Suchende auf der Feldlinie bis auf zwei bis drei Meter an den Verschütteten herangekommen ist, beginnt die Punktortung.
Dabei ist es wichtig, dass der Suchende das Suchtempo verlangsamt, das LVS-Gerät direkt auf der Schneeoberfläche bewegt und dabei das Gerät nicht mehr schwenkt oder dreht. Auf der Feldlinie kommend, geht der Sucher so lange auf dieser Achse weiter, bis er wieder deutlich schwächere Signale erhält.
Bei Ortovox S1, Pieps DSP und Barryvox Pulse befindet sich der Verschüttete auch bei einer größeren Verschüttungstiefe im Lot unter dem stärksten Signal. Bei den übrigen Geräten zwischen den stärksten Signalen (kleinste Werte oder lautester Ton) auf zwei rechtwinkligen Achsen.
Hier wird mit dem Sondieren begonnen. Das Sondieren mit einer Lawinensonde verkürzt die exakte Punktortung wesentlich. Dazu legt man ein Stockkreuz auf die Stelle mit dem stärksten Signal und beginnt mit der systematischen Sondierung von innen nach außen.
Trifft man mit der Sonde auf den Verschütteten, beginnt das Graben. Hierbei sollte man schnell und vorsichtig arbeiten, um den Verschütteten nicht zu verletzen.
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(SZ vom 14.12.2009/bilu/pfau)
Ach, und das allerwichtigste nicht vergessen: Jeden Winter neue, kälte-feste Batterien ins Gerät, keine Akkus. Der Unterschied in der Sendeleistung ist enorm.
"wer jetzt mitten in dem Hang steht, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit verschüttet.
Wenn die Schneemassen zum Stillstand kommen, ist ein hoher Prozentsatz der Begrabenen noch am Leben. Das weitere Überleben hängt dann vor allem davon ab, wie schnell man gefunden wird: Nach 15 Minuten werden 90 Prozent der Verschütteten noch lebend ausgegraben, zeigt die Statistik, danach nimmt die Zahl rapide ab."
Das ist so nicht richtig. Man wird wahrscheinlich nur teilverschüttet und die Überlebenswahrscheinlichkeit eines vollständig versschütteten geht nach 15 Minuten auf unter 90%.
Die Unterscheidung ist in meinen Augen wichtig, weil die allermeisten Lawinenunglücke glimpflich abgehen und ich schon Leute erlebt habe, die meinen, wenn sie zwei, drei Lawinen überlebt haben, die nächste auch zu überstehen.