Krebsverdacht Nicht gut fürs Fleisch

Liebhaber von Rinderfilet und T-Bone-Steak mögen das sicherlich nicht hören: Der Verzehr von rotem Fleisch steigert das Krebsrisiko.

Der Verzehr von rotem Fleisch und Milchprodukten kann das Wachstum von Tumoren fördern. Hinweise auf einen solchen Zusammenhang liefert eine amerikanische Studie an Mäusen.

Rindfleisch; iStockphotos

Ein saftiges Rindersteak kann doch nicht schaden, oder?

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Die Molekularmediziner der Universität von Kalifornien in San Diego hatten bereits in einer früheren Untersuchung gezeigt, dass Menschen durch den Verzehr von rotem Fleisch ein bestimmtes Zuckermolekül aufnehmen können.

Gegen diesen Stoff, genannt Neu5Gc, entwickelt das Immunsystem Antikörper, was zu einer chronischen Entzündung führen kann. Zudem entdeckten die Forscher damals, dass Tumorgewebe dieses Molekül in stärkerem Maß aufweist als gesundes Körpergewebe.

Nun züchteten die Forscher Mäuse, die das Zuckermolekül ebenso wie der Mensch nicht bilden. Pflanzten sie den Tieren Tumore ein, die Neu5Gc enthielten, so wuchsen diese Geschwulste dann schneller, wenn den Tieren auch die entsprechenden Antikörper injiziert wurden. Verabreichten sie diesen Tieren dagegen entzündungshemmende Mittel wie etwa Acetylsalicylsäure (ASS), so blieben die Tumore kleiner.

Dies zeige, dass das Zusammenspiel des Zuckermoleküls und der Antikörper das Krebsrisiko beeinflussen, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt Proceedings of the National Academy of Sciences. Rotes Fleisch stammt von Rind, Schwein, Schaf oder Ziege.