Von Fabian Seyfried

Warum ziehen uns bestimmte Menschen so an? Eine Studie sagt: Schönheit entsteht aus dem Augenblick heraus. Vor allem dann, wenn gelächelt wird.

Ein strahlendes Lächeln macht attraktiv. Wer noch mehr Eindruck auf einen anderen Menschen machen will, sollte ihm zusätzlich in die Augen schauen. Diesen Tipp geben Forscher der University of Aberdeen in der Fachzeitschrift Proceedings of the Royal Society B (2007, online first). Claire Conway und ihre Kollegen fanden heraus, dass direkter Blickkontakt ein Gesicht subjektiv schöner macht. Die Wirkung eines lächelnden Munds und neugierigen Augen beruht auf evolutionären Vorteilen, vermuten die Psychologen.

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Keira Knightley - kürzlich zur schönsten Britin gekürt. Ob das an den Augen lag? (© Foto: dpa)

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Insgesamt rund 700 junge Männer und Frauen durchliefen die Versuchsreihe der britischen Wissenschaftler. Sie bewerteten verschiedene Gesichtspaare - lächelnd oder angewidert, mit Blickkontakt oder ohne - nach deren Attraktivität und Freundlichkeit. "Gesichter, die den Betrachter direkt anschauten, wurden als attraktiver beurteilt als Gesichter, die in eine andere Richtung schauten", sagte Claire Conway. Diese Tendenz fiel besonders deutlich aus, wenn die Personen auf den Bildern lächelten und vom anderen Geschlecht waren als der Betrachter. Zudem ließen sich Männer stärker von einem direkten Blick beeinflussen als Frauen.

Die meisten Menschen würden bei attraktiven Gesichtern zuerst an physische Merkmale wie gesunde Haut, Symmetrie oder ausgeprägte Unterkiefer denken, so Conway. Die Blickrichtung spiele aber offensichtlich auch eine wesentliche Rolle - womöglich aus evolutionären Gründen. "Es ist denkbar, dass unsere Gehirne so programmiert sind", sagte die Psychologin. "Das würde uns erlauben, besonders die potenziellen Partner zu umwerben, die unserem Interesse gegenüber am empfänglichsten sind".

Der direkte Blickkontakt erhöhte allerdings nur die Attraktivität eines Gesichts. Sollten die Versuchsteilnehmer bewerten, ob sie ein abgebildete Person als freundlich oder unfreundlich einschätzten, fiel nur das Lächeln ins Gewicht - die Blickrichtung spielte keine Rolle mehr.  

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